Elf FIFA-Mitglieder reichen gegen Sepp Blatter Klage ein

publiziert: Donnerstag, 9. Mai 2002 / 16:54 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Mai 2002 / 07:33 Uhr

Zürich - Nun kommts für den angeschossenen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter noch dicker. Elf von 24 Mitgliedern der FIFA-Exekutive wollen gegen Blatter bis Freitag bei einem Schweizer Gericht Klage wegen Amtsmissbrauchs und Misswirtschaft einreichen.

Sepp Blatter (hier mit Pele) gerät weiter unter Beschuss.
Sepp Blatter (hier mit Pele) gerät weiter unter Beschuss.
UEFA-Präsident und FIFA-Vizepräsident Lennart Johansson gab dieses Ansinnen am Mittwochabend, vor Beginn des UEFA-Cupfinals zwischen Feyenoord Rotterdam und Borussia Dortmund, bekannt. «Gemäss Schweizer Recht ist man zu einer Klage verpflichtet, wenn man Kenntnis von einem kriminellen Akt hat. Wer solche Informationen zurückhält, macht sich selber strafbar», erklärte Johansson den Grund für die sofortige Einleitung der Klage, noch ehe sich Blatter für die Anschuldigungen von Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen schriftlich hatte erklären können.

Blatters Reaktion

Blatter reagierte am Donnerstag mit einem Communiqué auf die bevorstehende Klage. «Die Klageandrohung ist für mich enttäuschend, aber nicht überraschend. Sie ist die logische Folge der seit Monaten andauernden, systematischen Angriffe... durch meine Gegner mit dem Ziel, meinen Ruf und meine persönliche Integrität zu zerstören», liess der 66-jährige Walliser verlauten. Die Klageandrohung erfolge, «ohne dass ich die Möglichkeit hatte, gegenüber dem Exekutivkomitee und der Öffentlichkeit auf die Angriffe des Generalsekretärs in schriftlicher Form zu antworten, weil mir vom Generalsekretär immer noch nicht alle Akten zur Verfügung gestellt wurden.»

Einer Klage sehe er gelassen entgegen, sagte Blatter. «Ich stelle fest, dass meine Gegner nicht für das Wahlprogramm ihres Kandidaten, sondern weitgehend gegen mich persönlich kämpfen. Wie die Reaktionen zahlreicher Nationalverbände zeigen, haben diese die Absichten meiner Gegner durchschaut und lassen sich davon nicht beeindrucken.»

Chung und Hayatou unterstützen Klage

Der Südkoreaner Mong-Joon Chung, auch er FIFA-Vizepräsident sowie WM-Organisationschef seines Landes, hatte bereits am Mittwochmorgen bestätigt, dass ein Schweizer Anwalt mit der Prüfung und Weiterleitung des Falls beauftragt wurde. Neben Chung will sich auch der Kameruner Issa Hayatou, Blatters einziger Gegenkandidat bei der Wahl am 29. Mai in Seoul, an der Klage beteiligen.

Die restlichen Exekutivkomitee-Mitglieder aus dem asiatischen Verband unterstützen den Vorstoss gegen Blatter nicht, wogegen sechs von acht europäischen Vertretern der Exekutive und vier Afrikaner den Auftrag an den Schweizer Anwalt offenbar billigen. Chung, der sich für die Einführung eines Rotationssystems an der FIFA-Spitze aussprach, um Missbrauch von Macht und Geld zu verhindern, nannte indes nicht die Namen der Komitee-Mitglieder, die sein Vorhaben unterstützen.

Ozeaniens Verbandspräsident will Klage aufschieben

Basil Scarsella, der Präsident des ozeanischen Verbandes, sagte am Donnerstag, dass «diese Anschuldigungen seriös sind, aber leider drei Wochen vor der Wahl des Präsidenten und dem Beginn des wichtigsten Anlasses in der FIFA-Agenda erhoben wurden.» Scarsella, ein führendes Mitglied der Kommission, die Anfang März zur Prüfung der Finanzen des Weltverbandes gebildet und von Blatter einige Wochen später suspendiert wurde, setzt sich deshalb dafür ein, dass die Anschuldigungen erst nach der WM weiter verfolgt werden: «Ich denke, dies wäre der geeignete Moment.»
Des weiteren wurde bekannt, dass neun von zehn Ländern des südostasiatischen Verbandes (ASEAN) den wieder kandidierenden Blatter in Seoul unterstützen werden.

(ba/sda)

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