Ende der Drogenaffäre Hänggi/Giovanoli in Sicht

publiziert: Sonntag, 27. Jul 2003 / 08:33 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 27. Jul 2003 / 09:27 Uhr

Guatemala-Stadt - Der Drogenfall hat die Schweiz jahrelang beschäftigt, nun ist sein Ende in Sicht: Ab August können Nicolas Hänggi und Silvio Giovanoli nach sechs Jahren Gefängnis in Guatemala die Entlassung beantragen.

Nicolas Hänggi.
Nicolas Hänggi.
Reden wollen sie so kurz vor der Freilassung, die ab 5. August dank guter Führung jederzeit möglich ist, nicht mehr. Nicolas Hänggi und sein Freund Silvio Giovanoli, vor sechs Jahren in Guatemala wegen Drogenhandels hinter Gitter gebracht, wollen nichts mehr riskieren, bevor sie den mittelamerikanischen Staat verlassen.

Den Tipp, den Medien erst nach Abreise aus Guatemala Red und Antwort zu stehen, gaben ihnen ihre Anwälte und die Schweizer Botschaft. Öffentliches Reden könnte ihnen schaden, erklärt Peter Brunold, Attaché der Schweizer Botschaft in Guatemala.

Denn der Entscheid auf Freilassung steht noch aus, auch wenn er nach Erfüllung aller Bedingungen nur noch Formsache ist. Zu erzählen gäbe es viel, der Fall war reich an Anekdoten, die einem Kriminalroman entlehnt schienen: Mord, Sex, Korruption und abgesetzte Richter.

Angefangen hatte alles im August 1997, als in einem Container 13 Kilogramm Kokain auftauchten. Hänggi und Giovanoli wurden festgenommen, weil sie im Verdacht standen, zum Drogenhändlerring conexión alemana zu gehören, der Kokain in einem Container für Zierpflanzen nach Europa schmuggelte.

Den Container hatte Andreas Hänggi organisiert, Vater von Nicolas Hänggi und damals Nestlé-Direktor in Guatemala. Er wurde später von Beihilfe zu Drogenhandel freigesprochen und setzte sich nach Argentinien ab. Weil er später in Abwesenheit erneut verurteilt wurde, blieb er untergetaucht.

Hänggi und Giovanoli betonten vor Gericht und via Medien stets ihre Unschuld. Die Anwälte sagen nur, dass die Urteile jedes Mal zu hart ausfielen.

Wohin Nicolas Hänggi und Silvio Giovanoli nach ihrer Freilassung ausreisen werden, ist noch unklar. Gemäss Botschafts-Attaché Brunold will Hänggi bei seiner Familie in Argentinien leben, Giovanoli in die Schweiz zurück.

(pt/sda)

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