UNO-Vollversammlung

«Ende von Aids» ist laut Burkhalter bis 2030 möglich

publiziert: Freitag, 26. Sep 2014 / 06:04 Uhr
Ein Aktionsplan gegen AIDS müsse laut Didier Burkhalter auf eine aktive und wirksame Vorbeugung ausgerichtet sein.
Ein Aktionsplan gegen AIDS müsse laut Didier Burkhalter auf eine aktive und wirksame Vorbeugung ausgerichtet sein.

New York - Der Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter hält es für möglich, dass die Immunkrankheit Aids bis 2030 eliminiert werden kann. Das sagte er am Donnerstag am Rande der UNO-Vollversammlung an einer Veranstaltung, die von Ghana und der Schweiz organisiert wurde.

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«Wir kennen AIDS, wir wissen, wie HIV-Infektionen verhindern werden, wir können die Krankheit behandeln», sagte Burkhalter. Dennoch bleibe Aids die häufigste Todesursache junger Frauen weltweit.

Jede Minute werde auf der Welt eine junge Frau mit HIV angesteckt. Mädchen und Frauen müssten besser geschützt werden. «Die Jugend ist die Zukunft der Welt; die jungen Frauen sind die Mütter dieser Zukunft,» sagte Burkhalter.

Gewalt gegen Frauen müsse in allen Formen, besonders im Kriegsrahmen besonders stark bekämpft werden. Solche Vergewaltigungen seien ein zentraler Grund für die Verbreitung von HIV-Infektionen.

Burkhalter schlug den Staaten vor, Ziele zu setzen in den Bereichen der Erziehung, der Gleichheit der Geschlechter, der Ernährung und der sozialen Sicherheit. Ein Aktionsplan gegen AIDS müsse auf eine aktive und wirksame Vorbeugung ausgerichtet sein: Jugendliche müssten insbesondere Zugang zu Information haben.

Eine «Generation ohne Aids» sei heute aber möglich, sagte der Bundespräsident. Es obliege der Staatengemeinschaft, aus der Möglichkeit eine Wirklichkeit zu machen. Ziel sind die sogenannten «drei Nullen»: Keine neue Infektion, keine Diskriminierung und kein Tod, der mit Aids zusammenhängt.

Kritik am blockierten Sicherheitsrat

Die Schweiz begrüsst einen Vorstoss Frankreichs für ein freiwilliges Abkommen der fünf permanenten Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates. Diese sollen in Fällen von Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen auf ein Veto verzichten.

Jeder Staat sei verpflichtet, alles zu unternehmen um Massenverbrechen zu verhindern und Täter zur Rechenschaft zu ziehen, sagte der Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter an der Vorstellung der französischen Initiative am Rande der UNO-Vollversammlung in New York.

Im Sicherheitsrat haben China, Frankreich, Grossbritannien, Russland und die USA das Vetorecht. Ihnen käme eine besondere Verantwortung zu, solche Verbrechen zu beenden, sagte Burkhalter.

Leider habe der Rat diese Verantwortung in Anbetracht gewisser Vetos in letzter Zeit nicht wahr genommen, sagte der Bundespräsident. «Wir rufen die permanenten Sicherheitsratsmitglieder dazu auf, das französische Konzept zu unterstützen und ihre Verantwortung wahr zu nehmen,» sagte Burkhalter.

(bert/sda)

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