England reichte ein 0:0 gegen Nigeria

publiziert: Mittwoch, 12. Jun 2002 / 11:31 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Jun 2002 / 13:11 Uhr

Osaka (Jap) - England ist erwartungsgemäss in den Achtelfinals. Beckham & Co. spielten aber ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Wäre nämlich den Nigerianern ein Tor gelungen, hätten die Briten ihre Koffer packen können.

Englands Coach Sven-Göran Eriksson war im Vorfeld der Partie nicht müde geworden darauf hinzuweisen, dass überzeugenden Vorstellungen (wie dem 5:1 in Deutschland) in jüngerer Vergangenheit in unerwünschter Regelmässigkeit britische Schmalkost folgte. Ohne hundertprozentigen Einsatz sei auf diesem Level nichts zu gewinnen, warnte der Schwede.

Mitnichten! Ohne sich dem Limit genähert zu haben, überstanden die Engländer die erste Hürde -- auf der seit Tagen euphorisierten Insel werden sie die zweite WM-Achtelfinal-Qualifikation hintereinander zweifellos wie einen Sieg zelebrieren. Und bei aller Kritik durften die Engländer für sich in Anspruch nehmen, defensiv kaum einmal auch nur ansatzweise nicht mehr Herr der Lage gewesen zu sein. Ausser bei einem tückischen Freistoss von Jay-Jay Okocha brauchte Goalie-Veteran David Seaman nie einzugreifen.

Freudlose Darbietung

Wer aber die zögerliche, ja geradezu freudlose englische Darbietung gegen die hilflosen Nigerianer sah, dem mussten die Worte Erikssons unweigerlich in den Sinn kommen. Von einer formstarken Auswahl, die wenige Tage zuvor Argentinien bezwungen hat, darf fraglos mehr erwartet werden, als sich mit einer klassischen Nullnummer zu begnügen

. Ein Team mit derart brillanten Stürmern wie Emile Heskey und Michael Owen, mit David Beckham, einem Künstler erster Güte im Mittelfeld, mit Paul Scholes und Co. müsste sich offensiv gegen einen gescheiterten und durch zahlreiche Umstellungen völlig unerfahrenen Kontrahenten weitaus besser in Szene setzen können. Dass die Engländer ihren Kraftaufwand offenkundig dosierten, ändert an dieser Einschätzung nichts.

Taktisch klug, oder Unfug?

Nun gut, mit etwas mehr Fortune hätten die Briten das Stadion gar als Sieger verlassen können. Nicky Butt kam einem Torerfolg am nächsten. Der mit Fortdauer sicherere Vincent Enyeama, die Nummer 3 Nigerias, lenkte den platzierten Scharfschuss des ManU-Mittelfeld-Arbeiters unmittelbar vor der Pause mit spektakulärem Hecht an den Pfosten. Ein zweiter englischer Schuss ans Alluminium entsprang dem Zufall: Ashley Coles missratener Flankenball streifte die Latte.

Mehr, und das kann kaum nach dem Gusto der gewaltigen englischen Fan-Gemeinde in Osaka gewesen sein, wollten die für einmal kühlen Rechner auf dem Feld nicht bieten. Als taktisch klug werden es die einen bezeichnen, als gefährlichen Unfug die anderen. Damit verpassten sie den Gruppensieg und treffen nun auf die Dänen, die im bisherigen Verlauf der WM den sattelfesteren Eindruck als die phasenweise allzu undiszplinierten Gipfelstürmer aus Senegal hinterliessen. Und gegen afrikanische Vertreter hat England keinen der 13 Vergleiche verloren...

Nigeria - England 0:0

Nagai Stadium, Osaka/Jap. -- 44 864 Zuschauer. -- SR Hall (USA).
Nigeria: Enyeama; Sodje, Yobo, Okoronkwo, Udeze; Justice; Akwuegbu, Okochoa, Obiorah; Aghahowa, Opabunmi (86. Ikedia).

England: Seaman; Mills, Ferdinand, Campbell, Cole (85. Bridge); Beckham, Butt, Scholes, Sinclair; Heskey (68. Sheringham), Owen (77. Vassell).

Bemerkungen: Nigeria ohne Kanu (verletzt), England ohne Hargreaves (verletzt). 44. Enyeama lenkt Schuss Butts an den Pfosten. 79. Lattenschuss Cole.

Tabelle Gruppe F Schweden - Argentinien 1:1 (0:0) Nigeria - England 0:0 1. Schweden 3 1 2 0 4:3 5* 2. England 3 1 2 0 2:1 5* -------------------------------- 3. Argentinien 3 1 1 1 2:2 4+ 4. Nigeria 3 0 1 2 1:3 1+

(ba/news.ch)

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