Entführungs-Vorwürfe Aristides zurückgewiesen

publiziert: Dienstag, 2. Mrz 2004 / 17:18 Uhr

Port-au-Prince - Die USA und Frankreich haben Vorwürfe von Haitis Ex-Präsidenten Jean-Bertrand Aristide zurückgewiesen, er sei in die Zentralafrikanische Republik entführt worden.

Powell wies Vorwürfe der Entführung als absurd zurück.
Powell wies Vorwürfe der Entführung als absurd zurück.
Aristide hatte dem US-Sender CNN gesagt, er sehe sich als Opfer eines Staatsstreichs und habe nicht gewusst, dass er nach Zentralafrika gebracht werde.

Er sei von haitianischen und US-Agenten überzeugt worden, das Land zu verlassen. Ihm sei klar geworden, dass es ansonsten ein Blutbad gegeben hätte. Während der 20 Stunden, die er im Flugzeug in die Zentralafrikanische Republik verbracht habe, sei ihm nicht das Ziel genannt worden.

Diese Angaben wurden von Frankreich und den USA zurückgewiesen. Frankreich überwache das Kommen und Gehen von Jean-Bertrand Aristide in Zentralafrika nicht, sagte Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie.

US-Aussenminister Colin Powell sagte in Washington, Berichte über eine Entführung entbehrten absolut jeder Grundlage und seien absurd. Aristide sei nicht entführt worden, wir haben ihn nicht ins Flugzeug gezwungen.

Luis Moreno von der US-Botschaft auf Haiti, der Aristide nach eigenen Angaben zum Flughafen von Port-au-Prince begleitet hatte, sagte der Nachrichtenagentur afp, alles habe sich höflich und ohne Gewalt abgespielt.

Frankreich und die USA kündigten unterdessen eine Verstärkung ihrer Truppen in Haiti an. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld stellte die Entsendung von bis zu 2000 US-Soldaten im Rahmen der geplanten 5000 Mann starken Stabilisierungstruppe in Aussicht. Die USA würden aber nicht das Kommando übernehmen.

Auch Rumsfelds französische Kollegin Alliot-Marie kündigte an, Frankreich werde in den kommenden Tagen weitere Truppen in den Karibikstaat entsenden.

US-Präsident George W. Bush bedankte sich in einem Telefonat bei seinem französischen Kollegen Jacques Chirac für die ausgezeichnete Zusammenarbeit beider Staaten zur Beilegung der Haiti-Krise. Auch Chirac lobte die Qualität der Kooperation.

(rr/sda)

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