Entlassung von Franz Sabo verlangt

publiziert: Mittwoch, 7. Jun 2006 / 15:51 Uhr

Liestal - Der aufmüpfige Priester Franz Sabo soll entlassen werden. Das fordert der Landeskirchenrat der Römisch-katholischen Kirche Baselland in einer aufsichtsrechtlichen Anweisung an die Kirchgemeinde Röschenz. Diese will gegen den Entscheid vorgehen.

Die Kirchgemeinde Röschenz hatte Sabo trotz Entzugs der Missio Canonica weiterbeschäftigt.
Die Kirchgemeinde Röschenz hatte Sabo trotz Entzugs der Missio Canonica weiterbeschäftigt.
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Wie Kirchenratspräsident Peter Zwick vor den Medien in Liestal sagte, kam der Landeskirchenrat zum Schluss, dass die Weiterbeschäftigung von Sabo gegen geltendes Recht verstosse. Dies sei das Ergebnis der Prüfung von Unterlagen und Stellungnahmen sowie der Beratung durch einen Rechtsausschuss.

Die Kirchgemeinde Röschenz hatte Sabo trotz Entzugs der Missio Canonica durch Bischof Kurt Koch als Pfarradministrator weiterbeschäftigt. Die Missio sei aber gemäss Kirchenverfassung der Baselbieter Römisch-katholischen Kirche und damit gemäss kantonalem Recht eine Anstellungsvoraussetzung, sagte Zwick.

Beschwerde der Kirchgemeinde

Die Kirchgemeinde Röschenz hält indessen an Sabo fest. Sie werde Beschwerde beim Baselbieter Kantonsgericht einreichen und sei bereit, die Sache bis ans Bundesgericht weiterzuziehen, erklärte Bernhard Cueni, Mitglied des Röschenzer Kirchgemeinderats.

In einer Mitteilung sprach die Kirchgemeinde zudem dem Landeskirchenrat die Kompetenz zu aufsichtsrechtlichen Massnahmen ab. Auch seien ihr weder vom Bischof noch von der Landeskirche Gründe zur Kenntnis gebracht worden, die eine Entlassung Sabos rechtfertigen können. Die Entlassung eines Angestellten sei aber begründungspflichtig.

Durchsetzung des Entschlusses

Das Bistum Basel hielt in einem Communiqué fest, der Baselbieter Landeskirchenrat habe seine Verantwortung wahrgenommen. Der Rat stehe nun vor der Aufgabe, den Entschluss auch durchzusetzen.

Der Streit im Fall Sabo hält seit 2003 an. Damals übte Sabo in einem Zeitungsartikel scharfe Kritik an Bischof Koch. Im Zuge der Auseinandersetzung stellte sich die Kirchgemeinde Röschenz hinter den beliebten Priester. Im vergangenen Oktober beauftragte eine Sondersynode den Landeskirchenrat, eine Versöhnung anzustreben.

(bert/sda)

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