Entzug von Schweizer Pass bestätigt

publiziert: Mittwoch, 21. Jan 2009 / 12:59 Uhr

Bern - Das Bundesverwaltungsgericht hat die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung eines Kosovaren bestätigt. Seine Schweizer Ex-Frau war über die Jahre mit nicht weniger als vier Männern aus dem gleichen Dorf im Kosovo verheiratet gewesen.

Die Einbürgerung muss rückgängig gemacht werden.
Die Einbürgerung muss rückgängig gemacht werden.
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Der Mann war 1990 als Saisonier in die Schweiz gekommen. 1995 heiratete er eine Schweizerin. Fünf Jahre später wurde er aufgrund dieser Ehe im Kanton Schwyz erleichtert eingebürgert. Kurz danach, im Februar 2001, liess sich das Paar im Kosovo scheiden.

Nur zwei Monate später heiratete der Mann die kosovarische Ex-Gattin seines Bruders. Die Frau stellte 2003 in Luzern ebenfalls ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung, das aber als verfrüht abgewiesen wurde. Die Schweizer Ex-Gattin ihrerseits vermählte sich kurz nach der Scheidung mit dem Cousin ihres früheren Mannes.

Kanton informiert Bund

Das Paar zog in die Schweiz, wo der Mann um Familiennachzug für seine fünf Kinder aus der Ehe mit einer Landsfrau ersuchte, von der er sich kurz zuvor hatte scheiden lassen. Das brachte das Fass zum überlaufen: Die Luzerner Behörden wiesen das Gesuch wegen Scheinehe ab und informierten die Bundesbehörden über die Vorgänge.

In der Folge erklärte das Bundesamt für Migration (BFM) 2005 die erleichterte Einbügerung des Beschwerdeführers für nichtig, da auch hier keine intakte Ehe bestanden habe. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun bestätigt, dass es dafür ausreichende Hinweise gibt und die Beschwerde des Betroffenen abgewiesen.

(ht/sda)

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