Erdbeben in Japan fordert über 400 Verletzte
publiziert: Freitag, 26. Sep 2003 / 10:42 Uhr

Tokio - Die Zahl der Verletzten bei den beiden schweren Erdbeben in Nord-Japan ist auf über 400 gestiegen. Tausende Haushalte auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido sind von der Stromversorgung abgeschnitten.

Hokaido im Norden des Landes mit der Grossstadt Sapporo.
Hokaido im Norden des Landes mit der Grossstadt Sapporo.
Die Region war am frühen Morgen von zwei schweren Beben der Stärke bis zu 8,0 auf der Richterskala erschüttert worden. Gemessen an der Schwere der Erdstösse hielten sich die Schäden jedoch in Grenzen.

Viele der Opfer zogen sich meist leichte Blessuren durch umstürzendes Mobiliar zu. Die Zentralregierung versprach ihnen unterdessen finanzielle Hilfe.

In Geschäften fielen Waren aus den Regalen. Mehrere Häuser und Strassen wurden beschädigt. Stellenweise war die Wasser- und Gasversorgung sowie Telefonleitungen unterbrochen. Ein in einer Ölraffinerie in Tomakomai ausgebrochenes Feuer wurde gelöscht. Während des Tages gab es zahlreiche kleinere Nachbeben.

Das Meteorologische Zentrum warnte unterdessen die Bevölkerung, dass noch für mindestens zehn Tage weitere Nachbeben folgen können.

Die von üppiger Natur geprägte Hauptinsel Hokkaido hat etwa die Grösse Österreichs und umfasst damit ein Fünftel der gesamten Fläche Japans. Sie ist aber zugleich mit 5,7 Millionen Einwohnern die am dünnsten besiedelte Provinz des Landes. Auf einem Quadratkilometer leben hier gerade 68 Menschen.

Die Zentralregierung versprach den Opfern finanzielle Hilfe, doch müsse zunächst das Ausmass der Schäden erfasst werden.

(fest/sda)

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