Keine Angriffe

Erdogan sichert PKK freies Geleit zu

publiziert: Freitag, 22. Mrz 2013 / 11:54 Uhr
Türkei's Ministerpräsident kam dem Apell von PKK-Chef Öcalan entgegen. (Archivbild)
Türkei's Ministerpräsident kam dem Apell von PKK-Chef Öcalan entgegen. (Archivbild)

Istanbul - Nach dem Waffenstillstand-Appell von PKK-Chef Abdullah Öcalan hat die Regierung den Rebellen einen freien Abzug aus der Türkei zugesichert. Er werde dafür sorgen, dass abziehende Rebellen nicht von den Sicherheitskräften angegriffen würden, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag während eines Besuches in den Niederlanden.

6 Meldungen im Zusammenhang
Laut Erdogan halten sich 1'400 bis 1'500 PKK-Rebellen in der Türkei auf. Er hatte der PKK schon vor Wochen einen ungestörten Rückzug garantiert.

Öcalan, der inhaftierte Gründer und Chef der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), hatte seine Organisation am Donnerstag aufgerufen, den bewaffneten Kampf gegen die Türkei einzustellen und ihre Einheiten aus der Türkei zurückzuziehen. Die Rebellen erklärten, dem Befehl ihres Anführers folgen zu wollen.

Der Appell Öcalans ist das Ergebnis mehrmonatiger Verhandlungen zwischen dem PKK-Chef und dem türkischen Geheimdienst über ein friedliches Ende des seit fast 30 Jahren andauernden Kurdenkonflikts.

Erdogan betonte, bei Waffenruhen der PKK in der Vergangenheit habe es «unschöne Zwischenfälle» gegeben, weil abziehende Rebellentrupps von türkischen Sicherheitskräften angegriffen worden seien. Seine Regierung werde verhindern, dass sich das diesmal wiederhole. Die PKK-Rebellen könnten in jedes Land abziehen, in das sie gehen wollten.

Rückzug bis Ende Jahr

Allgemein wird damit gerechnet, dass sich die Kurdenkämpfer in den benachbarten Nordirak zurückziehen, wo die PKK ihr Hauptquartier unterhält. Erdogan sagte, der Rückzug solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Der türkische Ministerpräsident erneuerte seinen Aufruf an einfache PKK-Mitglieder, zu ihren Familien in der Türkei zurückzukehren. Die Tatsache, dass sich jemand der PKK angeschlossen habe, ziehe für sich allein genommen nicht automatisch eine Strafe nach sich, sagte er. Wenn ein PKK-Angehöriger nicht an Verbrechen beteiligt gewesen sei, könne er ohne Probleme nach Hause zurückkehren.

Türkische Nationalisten kritisierten unterdessen den Appell Öcalans und die positive Reaktion Erdogans. Die rechtsnationalistische Partei MHP sprach von einer Bedrohung für das Land. Die rechtsgerichtete Presse kommentierte, die PKK habe über die Regierung triumphiert.

(fajd/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Im Norden Iraks halten sich rund 5000 PKK-Mitglieder auf.
Bagdad - Irak hat den Rückzug kurdischer PKK-Rebellen aus der Türkei auf sein Territorium scharf kritisiert. Der Abzug ist Resultat der Friedensverhandlungen, bei denen der ... mehr lesen
Ankara - Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat am Mittwoch mit dem angekündigten Abzug ihrer Kämpfer aus der Türkei begonnen. «Wir wissen, dass der Abzug begonnen hat», sagte der Chef der legalen Kurdenpartei BDP, Selahattin Demirtas, der Nachrichtenagentur AFP. mehr lesen 
Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan beruft einen «Rat ... mehr lesen
Recep Tayyip Erdogan beruft einen «Rat der Weisen» ein, der die Bemühungen um ein Ende des Kurdenkonflikts begleiten soll.
Abdullah Öcalan hofft auf eine Lösung im Kurden-Konflikt.
Istanbul - Der inhaftierte kurdische ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Istanbul - Im jahrzehntelangen Konflikt zwischen der Türkei und den Kurden steht offenbar eine Wende bevor. Der seit 1999 inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan kündigte zum kurdischen Neujahrsfest am Donnerstag einen «historischen Aufruf» an - erwartet wird die Ausrufung eines Waffenstillstandes. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
Die US-Army testet KI gesteuerte Drohnen - und wurde überrascht.
Die US-Army testet KI gesteuerte Drohnen - und wurde ...
Obwohl künstliche Intelligenz komplexe Probleme lösen kann, hat sie auch ihre Grenzen. In einem virtuellen Test des US-Militärs mit KI-gesteuerten Drohnen sollen laut einem Bericht des britischen Guardian unerwartete und tödliche Folgen aufgetreten sein. Es wird behauptet, dass die Drohne jeden attackierte, der sich einmischte. mehr lesen 
Die EU hat Meta, den Mutterkonzern von Facebook, mit einer historischen Geldbusse belegt. Der Konzern hatte wegen der fortlaufenden Übertragung von Nutzerdaten in ... mehr lesen  
Meta wird in Berufung gehen und weiter auf Zeit spielen.
Publinews Spannende Neuigkeit aus der Welt der Elektromobilität: Der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla hat am vergangenen Wochenende den Bau einer neuen Megafactory in China angekündigt. Was bedeutet das für Tesla, für China und für die Zukunft der Energieversorgung? mehr lesen  
Die G20-Staatschefs auf dem «Familienfoto» in Indonesien 2022.
Publinews Während die Politiker über Klimaschutz reden, nehmen sie selbst immer noch an vielen Flugreisen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 14°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
St. Gallen 13°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Bern 11°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
Luzern 12°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 11°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 15°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten