Erdogan wirft EU mangelnde Unterstützung gegen PKK vor
publiziert: Samstag, 27. Okt 2007 / 14:47 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Okt 2007 / 15:37 Uhr

Ankara - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat den europäischen Staaten mangelnde Unterstützung im Kampf gegen die Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen.

Erdogan wirft Europa Unaufrichtigkeit vor.
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Erdogan forderte die europäischen Partner am Samstag in Istanbul auf, PKK-Aktivisten an Ankara auszuliefern. «Leider macht dies bisher kein Land», sagte Erdogan. «Die Tatsache, dass es in diesem Punkt keinen Fortschritt gibt, zeigt deutlich den Grad der Aufrichtigkeit unserer westlichen Freunde», sagte Erdogan weiter.

Die Türkei drängt europäische Staaten regelmässig dazu, gegen die Ableger der verbotenen PKK in ihren Ländern vorzugehen. Die PKK wird von der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft.

PKK-Schatzmeister unbehelligt

Erdogan bezog sich in seiner Kritik unter anderem auf Österreich. Ankara wirft Wien vor, ein ranghohes PKK-Mitglied im Sommer nicht festgenommen zu haben. Der von Interpol gesuchte PKK-Schatzmeister Risa Altun war im Juli vor Ermittlungen der französischen Justiz nach Österreich geflohen. Von dort konnte er unbehelligt in den Nordirak ausreisen.

Ankara droht nun damit, im Nordirak militärisch gegen die PKK-Rebellen vorzugehen, die von dort Angriffe auf türkisches Territorium vorbereiten. Das türkische Parlament ermächtigte die Regierung in der vergangenen Woche zu einem derartigen Militäreinsatz.

Gespräche mit Irak gescheitert

Auch die bilateralen Gespräche zwischen der Türkei und dem Irak, die eine türkische Grossoffensive im Nordirak verhindern sollten, sind gescheitert. Der Türkei gingen die Vorschläge des Irak zur Bekämpfung der PKK nicht weit genug.

Die irakische Delegation werde im Laufe des Tages die Türkei verlassen, verlautete nach mehrstündigen Gesprächen aus Regierungskreisen beider Länder. Weitere Unterredungen sind nicht geplant.

Vor Treffen mit USA

Eine Grossoffensive gegen die Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) steht aber offenbar noch nicht unmittelbar bevor. Vorerst solle ein türkisch-amerikanisches Spitzentreffen abgewartet werden, berichteten türkische Medien.

Ihre vereinzelten Einsätze an der irakisch-türkischen Grenze setzte die türkische Armee am Samstag fort. Mit Aufklärungsflügen wurde das Gebiet nach Stellungen von Kurdenrebellen durchkämmt, wie aus Militärkreisen verlautete. Helikopter überflogen Dörfer, Soldaten suchten in dem Gebiet nach Minen.

(ht/sda)

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