Erfolgreiche Reparatur der 'Discovery'

publiziert: Mittwoch, 3. Aug 2005 / 19:56 Uhr

Houston - Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt hat ein Astronaut ein Space Shuttle im All repariert.

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Die Discovery Mission der NASA.
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Der US-Astronaut Stephen Robinson entfernte in einer riskanten Aktion zwei überstehende Teile des Füllmaterials zwischen den Hitzekacheln an der Unterseite der Raumfähre "Discovery", wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Zuvor hatte Robinson gemeinsam mit dem Japaner Soichi Noguchi um 10.48 Uhr MESZ die Internationale Raumstation (ISS) zu der Aussenmission verlassen. Robinson wurde dann mit einem Roboterarm der ISS an die Unterseite der US-Raumfähre herangebracht.

Reparatur ohne Werkzeug

Mit den Füssen am fast 18 Meter langen Roboterarm befestigt, wurde Robinson direkt an die schadhaften Stellen herangefahren. Das erste der beiden hervorstehenden, mit Keramik verstärkten Isolierplättchen entfernte er unkompliziert mit seinen Händen, wie auf von der NASA übertragenen Live-Bildern zu sehen war. "Ich werfe es einfach in meinen Müllbeutel", sagte der Astronaut, nachdem er das Teil triumphierend vor seine Helmkamera gehalten hatte.

Auch das zweite Füllteil konnte Robinson problemlos ohne Werkzeug herausziehen. "Burschen, ihr habt einen tollen Job gemacht", bedankte sich die Missionskontrolle in Houston nach dem gelungenen Manöver.

Unerwünschten Luftwirbel

Das Füllmaterial ist für den Hitzeschutz beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre unnötig - es wird vielmehr benötigt, um beim Start akustische Vibrationen zu dämpfen.

Das Hervorstehen einzelner Isolierstücke aber könnte nach Angaben der NASA bei einer Geschwindigkeit von weit mehr als 20 000 Kilometern pro Stunde zu unerwünschten Luftwirbeln führen, die den Shuttle überhitzen und zerstören könnten. Vor der Reparatur ragten die Stücke rund 2,5 Zentimeter aus den Kacheln hervor, die Sicherheitsstandards erlauben aber höchstens 0,6 Zentimeter.

Rückkehr am Montag

Die "Discovery" soll nach der derzeitigen Planung am Samstag die ISS verlassen und am Montag zur Erde zurückkehren.

Im Februar 2003 war die US-Raumfähre Columbia wegen eines Defekts am Schutzschild beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Damals kamen alle sieben Astronauten an Bord ums Leben.

(bert/sda)

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