Erfrischend und frech Richtung WM

publiziert: Sonntag, 13. Nov 2005 / 12:15 Uhr

Die Schweizer Nationalmannschaft spielt erfrischend und unerschrocken - dank der jungen, wilden Generation.

Tranquillo Barnetta brachte die türkische Hintermannschaft einige Male ins Schwitzen.
Tranquillo Barnetta brachte die türkische Hintermannschaft einige Male ins Schwitzen.
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Die beiden Torschützen Valon Behrami und Philippe Senderos sind wie Tranquillo Barnetta erst 20-jährig. Und Johan Vonlanthen ist gar erst 19 Jahre alt.

Für Behrami war es «ein Traum». Drei Minuten nach seiner Einwechselung traf der Profi von Lazio Rom erstmals für die Schweizer Nationalmannschaft.

Es war erst ein sein zweiter Auftritt überhaupt, nachdem er an gleicher Stätte gegen Frankreich sein Debüt gehabt hatte. Sein Trainer in Rom fordere von ihm, dass er genau in solchen Situationen immer nachrücke.

Deshalb stand Behrami am Samstag in der 86. Minute am richtigen Ort und erlöste die rund 27 000 Schweizer Fans im Stade de Suisse.

Viel Druck von Barnetta

An Behramis Stelle hatte zuvor Barnetta für viel Druck über die linke Seite gesorgt; der Ostschweizer war in der ersten Halbzeit gar überragend.

«Am Ende war ich platt», erklärte er. Deshalb war er froh, ausgewechselt zu werden. Signalisiert hat er dies seinem Trainer nicht, «er hat das sicher auch gesehen».

Dass er einige Male nahe an einer Gelben Karte war, die gleichbedeutend mit einer Sperre fürs Rückspiel gewesen wäre, «gehört dazu». Im Spiel denke man nicht an solche Sachen.

An Leistungen anknüpfen

«Zu null spielen war wichtig», fasste Barnetta zusammen. Und wichtig war aus seiner Sicht, dass sie an den Leistungen, die sie gegen Frankreich und Irland gezeigt hatten, anknüpften. Die Stimmung sei nach dem 2:0 aber nicht euphorisch gewesen.

«Die Gedanken sind schon wieder beim Mittwoch», sagte Barnetta. «Wir haben gesagt, dass wir bis Istanbul warten müssen.»

Die Türken stünden jetzt unter gewaltigen Druck, und so könne das fanatische Publikum in Istanbul vielleicht gar zum Vorteil der Schweizer werden.

Berechtigter Stolz

Nicht ohne Stolz erklärte Barnetta, dass die Türken kaum eine Torchance hatten. «Das lag an uns; wir waren sehr aktiv», so der Leverkusen-Professional. Gleich entschlossen müssten sie nun auch im Rückspiel auftreten, und «ein Tor wäre gut».

Dass schliesslich Behrami den so wichtigen zweiten Treffer für die Schweiz erzielte, sei Kuhns «goldenes Händchen» gewesen. Er habe ihm beim Wechsel viel Glück gewünscht. «Ich habe ihm schon nicht gesagt, er soll sie jetzt reinhauen», sagte er und lachte.

Barnetta ist mit seinem Auftreten auf und neben dem Platz der typische Vertreter einer Generation, die an der Euro 2008 im eigenen Land für Furore sorgen soll. Sie ist mindestens zwei Jahre vor dem Fahrplan.

(von Sascha Rhyner, Bern/Si)

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