Erhöht Paracetamol Asthma-Risiko für Babys?
publiziert: Freitag, 19. Sep 2008 / 08:14 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Sep 2008 / 09:23 Uhr

London - Babys, die das Schmerzmittel Paracetamol bekommen haben, erkranken später häufiger an Asthma, allergischen Schnupfen und Hautausschlägen. Das geht aus einer neuseeländischen Studie hervor.

Für die Studie befragten die Forscher die Eltern von 200'000 Kinder.
Für die Studie befragten die Forscher die Eltern von 200'000 Kinder.
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Das britische Fachblatt «Lancet» veröffentlichte die Studie in einem neuen Sonderheft zu Asthma. Die Autoren vermuten, dass Paracetamol das Risiko für Asthma bei Kindern erhöht.

Sie haben jedoch lediglich einen statistischen und keinen ursächlichen Zusammenhang gefunden. So könnte es auch einen gemeinsamen Auslöser von Schmerzen und Asthma geben.

Vorsichtige Anwendung

Bei Kindern, die Paracetamol im ersten Lebensjahr bekamen, war das Risiko für Asthma-Symptome im Alter von sechs bis sieben Jahren um 46 Prozent höher als bei Gleichaltrigen, die das Arzneimittel nicht bekommen hatten. Das Risiko für allergischen Schnupfen lag 48 Prozent höher und das für Hautausschläge 35 Prozent.

Ausserdem beobachteten die Forscher, dass das Asthma-Risiko von Kindern, die in dem Jahr vor der Untersuchung Paracetamol genommen hatten, von der Höhe der Dosis abhing. Für die Studie befragten sie die Eltern von 200'000 Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren in 31 Ländern.

Das Medikament sollte erst ab einer Körpertemperatur von 38,5 Grad verwendet werden. Der Wirkstoff Paracetamol ist in verschiedenen Medikamenten enthalten. Die Weltgesundheitsorganisation warnt davor, das Mittel Kindern regelmässig zu geben.

(bert/sda)

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