Ermittlungsakten im Fall Madeleine freigegeben

publiziert: Dienstag, 5. Aug 2008 / 14:53 Uhr

Lissabon - Zwei Wochen nach der Einstellung der Ermittlungen im Fall der vermissten Madeleine hat die portugiesische Justiz die Fahndungsakten zur Veröffentlichung freigegeben.

Das Verschwinden von Madeleine konnte nicht aufgeklärt werden.
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Die Behörden in Lissabon hoben die Geheimhaltungspflicht auf, die seit dem Verschwinden des damals dreijährigen Mädchens am 3. Mai 2007 für die Ermittlungen gegolten hatte.

Die jetzt für die Öffentlichkeit freigegebenen Akten der 14-monatigen Ermittlungen umfassen nach Medienberichten vom Dienstag mehr als 50 Ordner mit insgesamt rund 30'000 Seiten. Dazu gehören die Niederschrift der Aussagen von 700 Zeugen und die Protokolle der Vernehmungen der Eltern des Mädchens.

Die Ermittler hatten Madeleines Eltern, das britische Ärztepaar Kate und Gerry McCann, zeitweise im Verdacht, mit dem Verschwinden der Tochter etwas zu tun gehabt zu haben. Dieser Verdacht wurde mit der Einstellung der Ermittlungen aufgehoben.

Keine Anhaltspunkte

Die portugiesische Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die McCanns nicht für das Verschwinden des Mädchens verantwortlich gemacht werden könnten. Keiner der Anhaltspunkte, auf die der Verdacht gegen das Ärztepaar sich gestützt hatte, habe sich bestätigt, heisst es im Abschlussbericht der Anklagebehörde.

Madeleine war kurz vor ihrem vierten Geburtstag an der Algarve-Küste in Südportugal aus der Ferienwohnung ihrer Eltern spurlos verschwunden. Die Ermittler gingen zunächst von einer Entführung des Mädchens aus. Später neigten sie zu der Annahme, dass die Kleine tot ist, und erklärten die Eltern zu Verdächtigen.

(fest/sda)

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