Sommaruga will Vertrauen in Migrationsamt

Erneute Reorganisation soll dem Migrationsamt Respekt verschaffen

publiziert: Samstag, 4. Feb 2012 / 13:35 Uhr
Die Reorganisation des BFM durch Vorgängerin Eveline Widmer-Schlumpf hat bewirkt, dass die Arbeitsproduktivität gesunken ist.
Die Reorganisation des BFM durch Vorgängerin Eveline Widmer-Schlumpf hat bewirkt, dass die Arbeitsproduktivität gesunken ist.

Bern - Mit der erneuten Reorganisation des Bundesamts für Migration will Justizministerin Simonetta Sommaruga ein Amt schaffen, welches das Vertrauen der Bevölkerung geniesst und seinen Aufgaben gewachsen ist. Das sagte die Bundesrätin in einem Interview.

3 Meldungen im Zusammenhang
Das Migrationsamt sei in den letzten Jahren oft der Prügelknabe gewesen, der für alle Probleme im Asylbereich habe hinhalten müssen, sagte Sommaruga in der «Samstagsrundschau» im Schweizer Radio DRS. «Ich will, dass das Amt wieder ein respektiertes Amt wird.»

Mitte Woche hatte Sommaruga angekündigt, die Reorganisation des BFM durch ihre Vorgängerin Eveline Widmer-Schlumpf im Asylbereich wieder rückgängig zu machen. Die Arbeitsproduktivität war gesunken, statt besser zu werden. Unter der Restrukturierung litt auch die Stimmung im Amt.

«Es bringt überhaupt nichts, die Schuldigen zu benennen», sagte Sommaruga auf die Frage nach der Verantwortung für die gescheiterte Reorganisation. Viele Personen seien involviert gewesen. Nun seien die Probleme ausgesprochen und angesichts der grossen Aufgabe wolle sie nun den Blick nach vorne richten.

Sommaruga wehrte sich auch gegen die Kritik, dass die Probleme mit der Reorganisation schon im September 2011 nach einer internen Untersuchung bekannt gewesen seien. Eine Reorganisation brauche Zeit zur Umsetzung und es sei wichtig, das Ergebnis auch extern prüfen zu lassen. Aufgrund eines solchen Gutachtens ordnete die Berner SP-Bundesrätin nun die erneute Reorganisation an.

Hauptschuld nicht bei Reorganisation

An den Problemen im Asylbereich sei auch nicht die BFM-Reorganisation alleine Schuld, sagte Sommaruga, die seit gut eineinhalb Jahren das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) leitet. Sommaruga erinnerte daran, dass wegen der Umstürze im arabischen und nordafrikanischen Raum im vergangenen Jahr 45 Prozent mehr Gesuche eingegangen seien als im Jahr davor.

Sommaruga warb auch erneut für ihr Projekt, die Verfahren im Asylwesen, die heute in Extremfällen vier Jahre dauern, deutlich zu beschleunigen. Dafür brauche es aber Gesetzesänderung. «Ich zähle auf die konstruktiven Kräfte im Parlament.» Auch die Kantone unterstützten sie.

(asu/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 4 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Justizministerin Simonetta ... mehr lesen 2
Bundesrätin Simonetta Sommaruga.
Simonetta Sommaruga tritt zurück.
Bern - Justizministerin Simonetta ... mehr lesen 2
Turbenthal ZH - Nach der ... mehr lesen 1
Asylanten unerwünscht. (Symbobild)
Bin auch zuversichtlich . . .
. . . dass Frau Sommaruga die Sache wirklich anpackt. Die Aufgabe ist nicht leicht und die Möglichkeiten sich in die Nesseln zu setzen sind beinahe unbegrenzt. Mir liegt die humanitäre Tradition der Schweiz auch am Herzen, denn ich möchte im Ausland nicht als Steuergeldverstecker und Rosinenpicker wahrgenommen werden. Viele Einwanderer haben ja auch an der Erfolgsgeschichte der Schweiz einen nicht zu unterschätzenden Anteil.
Ich sehe die Probleme des Migrationsamts schon.
Die jetzt bei uns in der Schweiz angekommenen Flüchtlinge, sind ja, wie in der Presse zu lesen ist, meistens junge Männer aus Tunesien und anderen nordafrikanischen Ländern. Es sind jetzt viele, die in ein anderes Land gelangen wollen, weil sie glauben, dass die Schweiz ihnen etwas zu bieten hat ... Leider entspricht das aber nicht unseren Möglichkeiten und etliche dieser Migranten seien recht aggressive Menschen.

Ich weiss, was dies heisst, weil ich früher auch mit diesen Flüchtlingen und "Flüchtlingen" zu tun hatte. Was Frau Sommaruga jetzt unternehmen will, scheint mir richtig, weil sie auch die richtige Kurzformel fand - ohne langes Gerede (!), welche die Problematik richtig und prägnant umschreibt.

Unter anderem ist auch geplant, dass nur noch Menschen eine Chance haben in die Schweiz zu ziehen, um zu arbeiten und um das Bleiberecht anklopfen, die mindestens eine unserer Landessprachen sprechen. Ergänzt wurde diese Mitteilung, dass dies auch zum Beispiel CEOs, also Manager betrifft, die hier ihr Können anwenden wollen oder dazu gerufen wurden ...

Ich schliesse daraus und hoffe es zumindest, dass auch bei Flüchtlingen mindestens verlangt wird, dass diese Menschen bereit sind, unsere Sprache zu lernen. Also diese, die dort gesprochen wird, wo diese Flüchtlinge hinkommen. Auch bei diesen Menschen muss eine Bereitschaft vorhanden sein, sich hier anzupassen!

Dann sehe ich auch eine Chance, dass das Migrationsamt die gesetzten Ziele erreicht - auch die humanitären!
Mal sehen . . .
. . ., zu oft wurde von Erfolg geredet. Verlockend sind die sozialen Mindestangebote, die ja oft das Monatseinkommen in den Herkunftsländern um ein Vielfaches übersteigen. Dass man ohne Dealen nicht von der Nothilfe leben kann merken viele erst, wenn sie in einer gut geheizten Haftanstalt dreimal am Tag warmes Essen bekommen. Die enormen Tageskosten (142.-/Tag) für den Haftplatz, die bezahlen wir dann ohne zu murren.
Vertrauen!?
Das Vertrauen wieder herzustellen dürfte aber äusserst schwierig werden mit Mitarbeiter die vorsätzlich CH-Bürger beschimpfen., verleumden und bewusst Schweizer Gerichte belügen. Insbesondere wenn das Straftatenopfer dadurch seinen Arbeitsplatz verliert und inzwischen Kosten von 900000 Fr, zu tragen hat.
Ohnehin eine Unverschämtheit das Vertrauen des Straftenopfers auszunutzen und für weitere Straftaten zu missbrauchen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs Schweiz» kommt es in 20% der Fälle zu einer endgültigen Ablehnung.
Nach Einschätzung von «Kinderkrebs ...
Versicherungen Der Bundesrat sieht sich nicht veranlasst, die Einzelvergütung von Medikamenten speziell bei krebskranken Kindern zu verbessern. Seiner Einschätzung, die Krankenversicherer würden den jährlich rund 270 eingereichten Gesuchen für eine Kostengutsprache nahezu zu hundert Prozent entsprechen, widerspricht der Dachverband «Kinderkrebs Schweiz». mehr lesen  
Vernetzte Geräte müssen die Privatsphäre ihrer Benutzerinnen und Benutzer besser schützen. Neue Bestimmungen in der Verordnung des BAKOM über Fernmeldeanlagen (VFAV) erhöhen die Cybersicherheit von ... mehr lesen
Jedes drahtlose Gerät und Produkt, das mit dem Internet verbunden werden kann, muss über Funktionen verfügen, die den Schutz von Personendaten gewährleisten.
Die Arbeitslosenquote sank im letzten Monat von 2,1% auf 2,0%.
Registrierte Arbeitslosigkeit im Juni 2022  Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juni 2022 92'511 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5'493 ... mehr lesen  
Mitmachen erwünscht  Das Bundesamt für Kultur (BAK) aktualisiert zum zweiten Mal die seit 2012 bestehende «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz». Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, lebendige Traditionen für die Aktualisierung vorzuschlagen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 9°C 12°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 10°C 12°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wechselnd bewölkt
St. Gallen 8°C 10°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern 9°C 12°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Luzern 10°C 13°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Genf 9°C 14°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Lugano 11°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten