Erste irakische Oppositionsführer in Bagdad
publiziert: Donnerstag, 17. Apr 2003 / 07:22 Uhr

Bagdad - Eine Woche nach dem Fall von Bagdad sind die ersten Oppositionsführer in der irakischen Hauptstadt eingetroffen. Achmed Chalabi und Ijad Allawi reisten nach Angaben ihrer jeweiligen Gruppierungen nach Bagdad.

Achmed Chalabi (r). (Archiv)
Achmed Chalabi (r). (Archiv)
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Chalabi, Chef des Oppositions-Dachverbands Irakischer Nationalkongress INC, sei in der Nacht aus der südlichen Stadt Nasirija gekommen, sagte ein Vertrauter.

Der aus dem Londoner Exil nach Irak zurückgekehrte Politiker wird von den Regierungen in Washington und London als Chef der Übergangsregierung favorisiert.

Laut einer Erklärung der Nationalen Einheitsbewegung traf auch ihr Anführer Allawi zusammen mit 100 Vertrauten in Bagdad ein. Die Organisation eröffnete nach eigenen Angaben Verbindungsbüros in mehreren irakischen Städten.

Zuvor hatten sich zwei Gefolgsleute Chalabis zu Interims-Gouverneur und zu Bürgermeister von Bagdad erklärt. Dschaudat Obeidi sagte, eine Versammlung aus Bürgervertretern und Religionsführern habe ihn für das Bürgermeisteramt bestimmt, Mohammed Mohsen Subeidi sei zum Übergangs-Gouverneur gewählt worden.

Tote in Mosul

In der nordirakischen Stadt Mosul hielten dagegen die Spannungen zwischen US-Streitkräften und Irakern an: Nach einem arabischen Fernsehbericht erschossen US-Soldaten vier irakische Zivilisten und verletzten vier Polizisten. Die Polizisten hätten versucht, Diebe am Einbruch in eine Bank zu hindern.

US-Präsident George W. Bush wies darauf hin, dass die Aufgabe in Irak noch nicht erledigt und die Schwierigkeiten noch nicht vorbei seien. Vorbei sei aber das Regime des irakischen Machthabers Saddam Hussein.

Bush forderte die Vereinten Nationen auf, die Wirtschaftssanktionen gegen Irak aufzuheben. Die USA wollen in Kürze eine entsprechende Resolution im UNO-Sicherheitsrat einbringen.

(bsk/sda)

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