Erstes Geständnis im italienischen Wettskandal

publiziert: Dienstag, 6. Jun 2006 / 16:46 Uhr

Im italienischen Fussball-Skandal liegt das erste Geständnis vor. Manfredi Martino, der Sekretär der Schiedsrichterkommission, gab Manipulationen bei Auslosungen zur Zuteilung der Referees zu.

Zum Rücktritt gedrängt: Adriano Galliani
Zum Rücktritt gedrängt: Adriano Galliani
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«Jetzt haben wir einige Erkenntnisse und eine genauere Vorstellung», sagte der Chefermittler des italienischen Verbandes FIGC, Francesco Saverio Borelli, laut einem Bericht der «La Gazzetta dello Sport». Damit zeichnen sich schuldhaftes Verhalten von Juventus Turins ehemaligem Manager Luciano Moggi und der Zwangsabstieg des Rekordmeisters immer stärker ab.

Instanzen enthauptet

Die Kugeln seien bei Auslosungen von den Schiedsrichter-Koordinatoren Paolo Bergamo und Pier Luigi Pairetto markiert worden, erklärte Martino. Er bestätigte hiermit die Aussage des Ex-Schiedsrichters Riccardo Pirrone.

Moggi suchte sich die Schiedsrichter für Spiele der Juve aus, und die Koordinatoren manipulierten die Auslosung dem entsprechend. Der interimistische FIGC-Präsident Guido Rossi kündigte umgehend an, auch den Schiedsrichterverband von zwei externen Personen kommissarisch führen zu lassen. Damit sind alle entscheidenden Instanzen enthauptet.

Rücktritt gefordert

Den Ligapräsidenten Adriano Galliani soll Rossi ebenfalls zum Rücktritt gedrängt haben. Dem Vizepräsidenten der AC Milan könnte ein neutraler Manager als Aufpasser zur Seite gestellt werden. Innerhalb eines Monats müsse Galliani sein Amt räumen und Neuwahlen anberaumen.

Sollte sich der Verdacht erhärten, dass auch Milan Schiedsrichter manipuliert hat, müsse Galliani sofort zurücktreten, berichtete die «La Gazzetta dello Sport» am Dienstag. Rossi dementierte dies halbherzig: «Im Gespräch mit Galliani wurden keine Entscheidungen getroffen», liess die FIGC verlauten.

Unterdessen setzten FIGC-Ermittler Borelli und die Staatsanwaltschaften in Rom und Neapel ihre Verhöre fort. Neben zahlreichen anderen Verdächtigten und Zeugen wurden die Schiedsrichter Paolo Dondarini und Domenico Messina sowie Romas Trainer Luciano Spalletti vernommen. Weitere Verhöre sollen im Lauf der Woche folgen.

(sda)

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