Erstmals US-Präsident auf Staatsbesuch in Grossbritannien

publiziert: Mittwoch, 19. Nov 2003 / 08:03 Uhr

London - Mehr als 200 Jahre und 43 Staatschefs haben die USA seit ihrer Staatsgründung warten müssen, bevor einer ihrer Präsidenten in Grossbritannien in den Genuss höchster diplomatischer Ehren kommt.

George W. Bush und seine Frau Laura werden im Buckingham Palast übernachten.
George W. Bush und seine Frau Laura werden im Buckingham Palast übernachten.
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George W. Bush ist der erste US-Präsident auf Staatsbesuch auf der Insel. Bei ihrem bis Freitag dauernden Aufenthalt durchlaufen Bush und seine Frau Laura allen Pomp und Prunk des diplomatischen Protokolls. Sie nächtigen im Buckingham Palast und werden an der Seite von Queen Elizabeth II. in einer vergoldeten Kutsche durch London rollen.

Die Zahl der Gäste, die mit solchen Ehren bedacht werden, ist gering: Grossbritannien beschränkt sich grundsätzlich auf maximal zwei Staatsbesuche im Jahr. Zuletzt absolvierte im Juni der russische Präsident Wladimir Putin eine Visite auf höchster offizieller Ebene.

Die Besuche von Bushs Vorgängern waren eher geschäftlicher Art. Lediglich Woodrow Wilson durfte schon einmal im Buckingham Palast übernachten. Wilson, der im Dezember 1918 nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages bei König George V. zu Gast war, war der erste US-Präsident überhaupt auf Europa-Besuch.

Seine Einladung geht Historikern zufolge auf eine eigenmächtige Entscheidung des damaligen Premierministers David Lloyd George zurück, der die Visite nicht mit dem König abgesprochen hatte. Auch Ronald Reagan durfte 1982 schon in königlichen Gemächern nächtigen - er war jedoch nur auf dem königlichen Wochenendwohnsitz in Windsor Castle untergebracht.

Das grosse Bankett im Buckingham Palast gehört dagegen schon fast zum Standardprogramm für US-Präsidenten in Grossbritannien: John F. Kennedy speiste im Juni 1961 an der Tafel der Queen, Richard Nixon im Februar 1969, George Bush senior im Juni 1989 und Bill Clinton im Dezember 2000.

Besuch bei drei US-Präsidenten

Die USA haben dagegen schon häufiger den roten Teppich für Besuch aus Grossbritannien ausgerollt: Die heute 77-jährige Queen war seit ihrer Thronbesteigung 1952 schon dreimal höchst offiziell in den USA. 1957 überquerte sie als Gast von Präsident Dwight D. Eisenhower den Atlantik.

1976 feierte die Königin mit Gerald Ford das 200-jährige Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeit. Und die Familie Bush beehrte sie schon einmal im Mai 1991 unter Präsident Bush senior.

(fest/sda)

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