Es gibt immer mehr Kindsmisshandlungen

publiziert: Donnerstag, 13. Jan 2005 / 11:55 Uhr

Zürich - Im letzten Jahr hat das Kinderspital Zürich 458 Fälle von sicherer oder vermuteter Kindsmisshandlung verzeichnet. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Immer häufiger sind Jugendliche für sexuelle Übergriffe verantwortlich.

Im letzten Jahr hat das Kinderspital Zürich 458 Fälle von sicherer oder vermuteter Kindsmisshandlung verzeichnet.
Im letzten Jahr hat das Kinderspital Zürich 458 Fälle von sicherer oder vermuteter Kindsmisshandlung verzeichnet.
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Die stärkste Zunahme zeigt sich bei 1 bis 7 Jahre alten Knaben, die körperlich misshandelt wurden, wie die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Zürcher Kinderspitals in einer Mitteilung schreibt. Gegenüber 2003 hat sich diese Zahl verdreifacht.

Meist waren die Eltern für die Misshandlungen verantwortlich. Häufig waren es auch der neue Lebenspartner eines Elternteils. Die Zahlen zeigen, dass die zunehmende häusliche Gewalt auch vor kleinen Kindern nicht Halt macht, wie es weiter heisst. Grund für die Misshandlungen sei meist eine Überforderungssituation, in der die Eltern die Kontrolle verlieren.

Ebenfalls zugenommen haben die sexuellen Übergriffe auf Mädchen (85 gegenüber 63 im Jahre 2003). Als alarmierend bewertet das Kinderspital, dass ein Drittel dieser Täter männliche Jugendliche sind. Ihr Durchschnittsalter beträgt 14 Jahre. Sie sind meist Fremde oder flüchtige Bekannte des Opfers, selten aber Verwandte.

(rp/sda)

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