Olympia: Skiakrobatik
Evelyne Leu will unter die besten Zwölf springen
publiziert: Freitag, 15. Feb 2002 / 09:59 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Feb 2002 / 13:10 Uhr

Deer Valley - Noch immer verspürt Evelyne Leu Schmerzen im rechten Knie. Gleichwohl zweifelt die mit Abstand talentierteste Schweizer Skiakrobatin keine Sekunde daran, am Samstagabend im Deer Valley in den Final der besten zwölf zu springen.

Evelyne Leu.
Evelyne Leu.
Ihren Paradesprung, den so genannten 'full-full-full', einen Dreifachsalto mit drei Schrauben, will sich die 25-jährige Baselbieterin nicht für den Kampf um Gold aufsparen. Sollten die Windverhältnisse es erlauben, kommen die 20'000 Zuschauer frühzeitig in den Genuss dieser schwierigen Kombination.

Wegen mehrerer Stürze, ungünstigem Wetter und taktischer Vorgaben hatte Leu im vergangenen Januar auf der Weltcup-Tour darauf verzichtet, das Dreifach-Manöver ins Programm aufzunehmen. Das dürfte sich beim wichtigsten und prestigeträchtigsten Rendez- vous der Ski-Künstler nun ändern.

Nach dem Ausfall der australischen Top-Favoritin Jacqui Cooper, die am Montag bei einer missratenen Landung einen Bruch der Kniescheibe erlitt, wird neben Leu wohl keine andere Springerin das Höchstrisiko eingehen. Headcoach und Schanzenbauer Michel Roth bestätigte, dass Leu im Training als einzige drei Salti und Schrauben gedreht habe.

Sollte Leu den Sprung stehen, ist ihr der Finaleinzug gewiss. Zumindest im Hinblick auf die Medaillen-Entscheidung am Montag wird interessant sein, wie die Juroren die technisch zumeist makellosen Darbietungen der Weissrussin Alla Tsuper bewerten werden. Für ein Flug-Spektakel erster Güte garantieren neben der Weltranglisten- Ersten das kanadische Trio Deidra Dionne, Veronika Bauer und Veronica Brenner.

Auch wenn Leu stets betonte, ihre Beschwerden an den Kniebändern würden sie nicht mehr gross behindern, ist hinter ihren wirklichen Gesundheitszustand ein Fragzeichen zu setzen. Im Kniegelenk sammelt sich immer wieder Wasser an, die Bänder und Kapseln sind offenbar beschädigt. "Ich will derzeit gar nicht wissen, was alles kaputt ist, sondern mich auf den Wettkampf konzentrieren", sagte Leu.

Müller, Walti und Kaufmann Finalisten?

Im Sog der Team-Leaderin scheinen auch die restlichen drei Schweizer Vertreter zu einem Exploit in der Lage. Manuela Müller hofft, ihren zehnten Schlussrang im Weltcup zu bestätigen. Bei den Männern ist dem überdurchschnittlich begabten Martin Walti durchaus zuzutrauen, die Gold-Show des US-Stars Eric Bergousts hautnah -- als Mitwirkender des Finals -- mitzuerleben.

Drei Salti und vier Schrauben, im Jargon als 'rudy-rudy-full' bezeichnet, sollten dem 20-jährigen Walti die Schanze zum 'Einflug' ins Feld der letzten Zwölf ebnen. Christian Kaufmann, im Weltcup-Ranking als Zehnter zwei Plätze vor Walti klassiert, will acht Jahre nach Sonny Schönbächlers Goldflügen ein Schweizer Grounding "mit allen Mitteln" verhindern.

(Sven Schoch, Deer Valley /sda)

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