Ex-Armeechef Keckeis kritisiert Parlament und SVP

publiziert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 12:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 7. Sep 2008 / 13:47 Uhr

Bern - Der ehemalige Armeechef Christophe Keckeis kritisiert die SVP und das Parlament für ihre Armeepolitik. Die Armee fühle sich vom heutigen Parlament nicht mehr unterstützt, sondern kaputtgemacht.

Die Armee fühle sich kaputtgemacht, so Keckeis. (Archivbild)
Die Armee fühle sich kaputtgemacht, so Keckeis. (Archivbild)
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Er selbst sei schockiert über die «ewige Kritisiererei» des Parlaments, sagte Keckeis in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». «Unsere Milizarmee wird systematisch schlechtgemacht.» Den Soldaten gehe dies ans Eingemachte.

Das Parlament müsse sich fragen, welche Armee es wolle - und entsprechend Geld sprechen. «Den Rest sollte es dem Militär überlassen.» Von dem vorgesehenen Budget für die Armee XXI von jährlich 4,3 Mrd. Franken fehlten wegen des Parlaments 640 Mio. Franken. «Auf welche Leistungen verzichtet werden soll, sagte das Parlament aber nicht.»

«Nicht die Armee, die SVP ist in der Krise»

Auch die Kritik der SVP an der Armee nimmt der pensionierte Armeechef aufs Korn: Die SVP nehme das Militär ins Visier, weil die Partei Probleme mit internen Spannungen habe, sagte Keckeis. «Nicht die Armee ist in der Krise, sondern die SVP.»

Im Interview bekräftigte Keckeis wie bereits zuvor seine Unterstützung für Verteidigungsminister Samuel Schmid. «Nur er kann mit seiner hohen Sachlichkeit garantieren, dass das Parlament nicht noch mehr an der Armee kaputt macht.» Schmid sei auch weiterhin handlungsfähig und nehme seine politische Führung wahr.

(tri/sda)

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ewig-Gestrige
Ich rechne BR Schmid hoch an, dass er den Mut hatte, die Armee zu verkleinern.
Noch mehr Mut bewiese er, wenn er aus der Miliz- eine Berufsarmee machte

Wie könnte eine Armee aus WK-Soldaten im vielzitierten Ernstfall wirkungsvoll sein, wenn das Hauptziel der Mehrheit der Soldaten das tägliche Füllen der "Lampe" ist? Wenn die Meisten da hin gehen, weil sie müssen? Allenfalls das Ganze noch als Urlaub vom Job und/oder der Familie sehen können?

Von den "Angefressenen" blieben bestimmt genügend übrig, die gerne ihre Brötchen in einer gut ausgerüsteten Berufsarmee verdienten - mit Verpflichtung auf Zeit, oder als Lebensberuf. Und genügend fähige Führungskräfte fänden sich gewiss auch unter ihnen.

Dass ehemalige Kommandanten an der Armee in ihrer jetzigen Form festhalten, liegt ja wohl auf der Hand!
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