Ex-Armeechef Nef geht es schlecht

publiziert: Dienstag, 6. Jan 2009 / 12:21 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 6. Jan 2009 / 14:04 Uhr

Bern - Ex-Armeechef Roland Nef geht es nach seinem Rücktritt sehr schlecht. Er möchte einfach seine Ruhe haben, liess er über seinen Anwalt ausrichten. Stattdessen sei die Affäre um ihn nun wieder aufgewärmt worden.

Roland Nef hat die ganze Medien-Kampagne fertiggemacht.
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Auslöser war die Kritik an der Zürcher Staatsanwältin Judith Vogel, sie habe das Verfahren gegen Nef zu rasch eingestellt. Dieser Vorwurf sei konstruiert, sagte Nefs Anwalt in einem veröffentlichten Interview mit der «Berner Zeitung». Die Staatsanwältin habe absolut korrekt gehandelt.

Der Fall sei nun eigentlich seit längerem abgeschlossen. Nef wolle dazu auch weiterhin nichts sagen. Ebenso wenig wolle er gegen die Veröffentlichung von Details aus den Untersuchungsakten vorgehen. Dafür habe er weder die nervliche noch die finanzielle Kraft, sagte der Anwalt.

Vor allem gesundheitlich gehe es Nef nach der ganzen Medienschlacht «schlecht, sehr schlecht». Ausserdem sei es für ihn nun so gut wie unmöglich, eine Arbeit zu finden.

Still dürfte es um Nef allerdings nicht so rasch werden. Erst am (gestrigen) Montag wurde im Zürcher Kantonsrat eine Interpellation zu dem Fall eingereicht. Die SVP verlangt damit unter anderem ein unabhängiges Gutachten, das die Einstellungsverfügung der Zürcher Staatsanwältin unter die Lupe nehmen soll.

Diese hatte 2006 gegen Nef ermittelt, weil er während Monaten seine Ex-Partnerin bedrängt haben soll. Die genauen Hintergründe der Verfahrens-Einstellung sind bis heute unklar, da die entsprechende Verfügung unter Verschluss steht. Nef setzte sich gegen eine Veröffentlichung zur Wehr. Dennoch will die Zürcher Staatanwaltschaft die Verfügung offen legen.

(fest/sda)

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Logisch..
..dass ein Mensch, welcher versuchte, seine 'bedenklichen, privaten Ausrutscher' zu vertuschen, so nach dem Verlust des hochdotierten Amtes tief fällt. Und für die Presse ist das ein 'gefundenes Fressen'! Dessen muss sich jeder Mann (und jede Frau) bewusst sein. Da schwingte doch bestimmt eine gewisse Arroganz und Überheblichkeit mit. Anders kann ich mir dies nicht erklären.
Partnerin ist still
Ich erinnere daran, dass seine Ex-Partnerin eine Abfindung bekam, mit der sie offenbar zufrieden war. Sie hat sich zudem bis heute aus allem herausgehalten. Also geht es uns nichts an, was zwischen den Beiden war.
Genug jetzt!
So verbittert, wie das Bild wirkt, ist Roland Nef hoffentlich nicht. Dass es ihm aber nicht gut geht, kann ich sehr gut nachvollziehen. Was wollen gewisse Leute eigentlich noch? Er ist weg! Ein Bundesrat musste/wollte deswegen gehen! Was soll nun eigentlich das weitere Dreckschleudern noch? Man sagt ja, dass jene, die am meisten Dreck schleudern, selber etwas zu verstecken hätten. Ich hoffe, dass dort bald einmal aufgedeckt wird. Und ich bin ja auf die "beste Armee der Welt" und deren neue Chefs gespannt. Meiner Meinung nach hat Nef seine Aufgabe gut gemacht - sein Privatleben geht uns nichts an.
hohe Abfindung und ein hohes Amt...
sind von Interesse für die Medien und auch für die Bürger. Das het er selber gewählt und diese Verfehlungen, die er begangen hatte, sind nicht gerade in die Kategorie "lustige Streiche" abzutun. Nur weil es Wirbel um ihn gibt, geht es ihm sehr sehr schlecht? Hallo? Wie geht es wohl seiner Ex-Partnerin? Der Mann hat dies alles selber verschuldet und leidet meines Erachtens eine gerechte Strafe... und mit den knapp 400'000 kann er sicher ein paar "Monate" auskommen...
Lasst ihn endlich in Ruhe!
Lasst doch den Mensch ENDLICH in Ruhe! Was zwischen ihm und seiner Partnerin passierte, ist reine Privatsache oder Sache der Anwälte/Richter. Aber das geht die Öffentlichkeit nichts an. Und erst recht nicht gibt es ihr das Recht, ihn so zu terrorisieren.
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