Experten wollen mehr Aids-Tests in Europa
publiziert: Montag, 26. Nov 2007 / 13:03 Uhr

Brüssel - Mehr als die Hälfte der Aidsinfizierten in Europa weiss nichts von ihrer Infektion. In einigen der 53 Staaten, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Region Europa gezählt werden, könnten es sogar 70 Prozent Unwissende sein.

Der Zugang zu HIV-Tests müsse erleichtert.
Der Zugang zu HIV-Tests müsse erleichtert.
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Das geht aus einem Papier hervor, das zur Eröffnung der Konferenz «HIV in Europe 2007» in Brüssel veröffentlicht wurde. «Wir wissen, dass in den vergangenen zehn Jahren mehr als 300'000 Menschen in Europa an Aids gestorben sind, weil sie zu spät getestet wurden», sagte Jens Lundgren, von der Universität Kopenhagen.

Die Tagungsteilnehmer forderten daher mehr Aids-Tests in ganz Europa und ein Ende der Stigmatisierung von Menschen, die mit dem Aids-Erreger infiziert sind. Im vergangenen Jahr wurden knapp 87'000 Neuinfektionen in der WHO-Region Europa diagnostiziert.

Die Gefahr der Übertragung einer HIV-Infektion sei bei jenen, die nicht darüber Bescheid wissen, dreieinhalb Mal so gross wie bei jenen, die über eine Diagnose verfügten, heisst es in dem Tagungspapier. Auch die Behandlung sei bei frühzeitiger Erkennung wesentlich erfolgversprechender.

Stigmatisierung und Diskriminierung

Srdan Matic vom WHO-Europabüro und Ko-Vorsitzender der Konferenz, forderte eine Verringerung aller Hürden, die einer frühzeitigen Diagnose im Weg stehen. Der Zugang zu HIV-Tests müsse erleichtert, Stigmatisierung und Diskriminierung der Erkrankten beendet werden.

Insgesamt leben in der WHO-Region Europa 2,4 Millionen Menschen mit dem Virus, davon in der Europäischen Union 800'000 Menschen.

(smw/sda)

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