Tipp: Tag ohne Smartphone

Exzessive Handy-Nutzung macht unglücklich

publiziert: Dienstag, 10. Dez 2013 / 11:00 Uhr
Psychologe überzeugt: «Nichtstun ist verpönt, aber wichtig». (Symbolbild)
Psychologe überzeugt: «Nichtstun ist verpönt, aber wichtig». (Symbolbild)

Kent/Wien - Smartphone-User, die Nachrichten oder Anrufe hin und wieder ignorieren sind glücklichere Menschen. Telefon-Süchtige hingegen fühlen sich weniger glücklich und verspüren ein stärkeres Gefühl der Sorge, belegt eine aktuelle Erhebung der Forscher der Kent State University in Ohio.

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«Ich kann mir vorstellen, dass jemand, der nicht einmal mehr am Wochenende ohne Smartphone auskommt, sich dadurch gestresst und unglücklicher fühlt. Die Arbeitszeit drängt sich in die Freizeit und die Leute fühlen sich ständig getrieben», kommentiert Psychotherapeut Dominik Rosenauer die Studie im Interview mit pressetext.

Der Experte empfiehlt einen Tag in der Woche ohne Smartphone, an dem man es bewusst zuhause liegen lässt und die Zeit auskostet, in der man nicht erreichbar ist. Die Wissenschaftler Barkley, Karpinski und Lepp haben den täglichen Smartphone-Gebrauch von 500 Studenten zwischen 18 und 22 Jahren dokumentiert und mittels klinischer Methode ihren Grad an Angstgefühl und Zufriedenheit gemessen.

Häufiger Gebrauch erhöht Stress

Die Forscher fanden heraus, dass sich die Probanden durch die permanente Handy-Nutzung dazu verpflichtet fühlten, ständig mit ihren Freunden in Kontakt sein zu müssen. Studenten, die den ganzen Tag über unentwegt Nachrichten verschicken und auf Social-Media-Seiten unterwegs sind, fühlen sich an das Gerät gebunden, was sie häufig zusätzlich stresst.

Auch Prüfungsergebnisse werden durch den selbst erzeugten Smartphone-Stress beeinflusst: Diejenigen, die ihr Telefon gar nicht zur Seite legen können, schreiben schlechtere Noten als jene, die auch einmal Abstand davon nehmen. «Eine Auszeit vom Smartphone ist erforderlich, um einen Cut zwischen Arbeits- und Freizeit zu machen und uns Zeit für etwas anderes zu nehmen», erklärt Rosenauer gegenüber pressetext und fügt hinzu: «Wir sind nicht dafür gebaut, permanent etwas zu tun. Nichtstun ist verpönt, aber wichtig.»

 

 

(tafi/pte)

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