FBI dokumentiert Guantánamo-Misshandlungen

publiziert: Mittwoch, 3. Jan 2007 / 07:37 Uhr

Washington - Mitarbeiter der amerikanischen Bundespolizei FBI haben im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba mindestens 26 Fälle von möglichen Häftlingsmisshandlungen beobachtet.

FBI-Mitarbeiter seien Zeugen von aggressiven Misshandlungen und besonders harten Verhörmethoden geworden.
FBI-Mitarbeiter seien Zeugen von aggressiven Misshandlungen und besonders harten Verhörmethoden geworden.
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Dies geht aus Dokumenten hervor, die am Dienstag auf der Internetseite des FBI veröffentlicht wurden.

Demnach sind FBI-Mitarbeiter Zeugen von aggressiven Misshandlungen und besonders harten Verhörmethoden durch Mitarbeiter anderer US-Dienste und Vetragsmitarbeiter in Guantánamo geworden.

Brutales Vorgehen

Mehrmals hätten FBI-Mitarbeiter gesehen, «wie Gefangene an Händen und Füssen gefesselt in Embryonalstellung am Boden der Verhörräume über 18, 24 oder mehr Stunden ohne Nahrung oder Wasser» gelegen hätten. Oft hätten die hilflosen Häftlinge dabei im eigenen Urin und Kot liegen müssen.

Andere Gefangene seien bei heruntergefahrener Klimaanlage «zitternd vor Kälte» oder in ungelüfteten, brütend heissen Räumen eingesperrt worden. In einem Fall sei «der Kopf eines vollbärtigen Häftlings mit Klebeband umwickelt» worden, einen weiteren habe man in eine israelische Flagge gehüllt.

FBI-Mitarbeiter nicht belastet

Die Dokumente basieren auf der Befragung aller 493 FBI-Mitarbeiter, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in dem US-Gefangenenlager waren. Die Untersuchung habe auch ergeben, dass kein FBI-Mitarbeiter an Misshandlungen oder fragwürdigen Verhörmethoden beteiligt gewesen sei, heisst es in dem Bericht.

(bert/sda)

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