FC Lugano-Präsident Jermini: Es war Selbstmord!

publiziert: Mittwoch, 7. Aug 2002 / 15:31 Uhr

Lugano - Der ehemalige Präsident des FC Lugano, Helios Jermini, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Selbstmord begangen. Zu diesem Schluss kommt der offizielle Bericht des Tessiner Kantonspathologen.

Jerminis lebloser Körper wurde am 7. März dieses Jahres in zehn Metern Tiefe im Luganersee entdeckt. Er sass angegurtet in seinem Audi. Aufgrund der technischen und pathologischen Untersuchungen schliessen die Ermittler mittlerweile eine Fremdeinwirkung als Unfallursache aus. Die Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht des «Giornale del Popolo» vom Mittwoch.

An Jerminis Leichnam wurden keine Anzeichen von Gewalteinwirkung durch Drittpersonen festgestellt. Körperliche Gebrechen wie etwa Herzinfarkt oder plötzliches Unwohlsein werden mittlerweile als Todesursache ebenfalls ausgeschlossen. Der pathologische Bericht hält zudem fest, dass keine Spuren von Drogen oder Giften gefunden wurden.

Obwohl kein Abschiedsbrief Jerminis vorliegt, gehen die Ermittler von einem Selbstmord aus. Der Treuhänder hatte insgesamt 61 Mio. Franken Kundengelder veruntreut. Rund 45 Mio. Fr. flossen auf die Konten des Fussballklubs Lugano, dessen Präsident Jermini seit 1996 war.

(ms/sda)

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