FCB stellt UEFA-Cup-Qualifikation in den Fokus

publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 08:04 Uhr

Nach dem 1:1 in Göteborg will sich Basel heute Abend (20.15 Uhr) mit einem Sieg die Teilnahme an der 3. Runde der Qualifikation zur Champions League und damit am UEFA-Cup sichern.

Basels Trainer Christian Gross erwartet eine grosse Steigerung von seiner Mannschaft.
Basels Trainer Christian Gross erwartet eine grosse Steigerung von seiner Mannschaft.
Von Geschenken und Gastfreundschaft will Christian Gross nichts wissen. Als ihm ein Basler Journalist -- aus Rücksicht auf die anwesenden schwedischen Medienleute -- eine Frage in englischer Sprache stellte, wies ihn der Basler Coach zurecht. «Solche Gastfreundschaft erleben wir im Ausland nicht. Vielleicht sollten wir diese ablegen, um uns mehr Respekt zu verschaffen», sagte Gross auf Mundart.

Damit gibt er gleichsam die Richtung für die heutige Partie im St.-Jakob-Park vor, für die bis gestern Mittag 15 200 Tickets verkauft waren. «Wir gehen trotz dem Auswärtstor mit der klaren Absicht ins Spiel, zu gewinnen», so Gross. Zwar lobte der Basler Coach die Stärken des Gegners, der die letzten vier Meisterschaftsspiele gewann und seit neun Partien ungeschlagen ist. Doch rückt er vor allem die Leistung -- «konzentriert und entschlossen» -- des eigenen Teams in den Vordergrund. «Wir müssen die Fehler reduzieren und schneller spielen, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen», so Gross´ Erkenntnis aus dem Hinspiel. Er fordert ein besseres Spiel über die Seiten.

Sonntag vergessen

Eigenfehler beging der FC Basel auch am vergangenen Samstag bei der 0:2-Niederlage in Sitten. «Ich habe angesprochen, was verkehrt war und was mir gefiel», sagte Gross. Die Partie sei seit Sonntag jedoch kein Thema mehr, der Fokus nun auf Göteborg gerichtet. Der Gegner könne nicht taktieren, meint Gross. Er werde auswärts auftreten wie schon vor einer Woche zuhausse. Gross erwartet «erneut ein extremes Kampfspiel». Von seinem Team brauche es «eine riesige Leistung, um den schwedischen Meister zu eliminieren».

Den vierten Sieg de suite von Göteborg in der «Allsvenskan» sah Gross in einer Zusammenfassung. Allzuviele Rückschlüsse dürfte er daraus kaum ziehen können. Stefan Rehn hatte seine Equipe beim 2:0-Erfolg gegen Malmö auf fünf Position verändert; gegen Basel wird er die gleiche Formation wie vor Wochenfrist aufs Feld schicken -- also auch den 17-jährigen Robin Söder, der gegen Malmö zum vierten Mal in Folge den entscheidenden Treffer erzielte. «Wir kennen Basel nun. Es ist eine gute Mannschaft, aber es sind keine Wunderspieler», hatte Rehn schon unmittelbar nach dem Hinspiel bilanziert.

Im Hinspiel zu passiv

Den von Gross erhofften Respekt holte sich Basel im Hinspiel vor nur rund 10'000 Zuschauern im Ullevi nicht. «Wir waren zu passiv in der zweiten Halbzeit und liessen dem Gegner zu viel Zeit», erkannte Rehn. «Im Rückspiel werden wir mehr auf Konter spielen», gab der frühere Lausanne-Profi die Marschroute vor. Im Gegenzug kündigte Gross an, dass «wir gewohnt sind, zuhause nach vorne zu spielen».

Wie Göteborg wird auch Basel im Rückspiel auf die gleiche Formation setzen wie vor einer Woche, auch wenn Gross offen liess, im linken Couloir auf Valentin Stocker, Marko Perovic oder auf Scott Chipperfield zu setzen. Dass der gegen Sion nicht eingesetzte Carlitos auf der rechten Seite spielen wird, bestätigte der Basler Coach. Im Zentrum dürfte neben Ivan Ergic abermals Jürgen Gjasula eine Chance erhalten, obwohl Gross mit dem Einsatz des Deutschen bisher noch nicht zufrieden war. «Ich erwarte von ihm mehr Persönlichkeit, mehr Zug und Dynamik nach vorne und mehr Einfachheit -- also viel», sagte der FCB-Coach.

In den Hinterköpfen

Gross spricht vor dem Rückspiel nicht von der möglichen Champions-League-Qualifikation, sondern stellt die Promotion für die nächste Runde mit der Qualifikation für den UEFA-Cup gleich. Es ist für den FCB das konkrete Ziel; der Traum von der lukrativen Königsklasse ist jedoch sehr wohl in den Hinterköpfen präsent.

So macht der Trainer den Spielern bewusst, dass ein Ausscheiden in dieser Phase auch das Ende aller internationaler Träume bedeuten würde; der Verlierer der finalen Qualifikationsrunde stände immerhin im UEFA-Cup. Vitoria Guimaraes, der letzte Gegner von Basel (oder Göteborg) auf dem Weg in die Champions League, war zumindest offiziell kein Thema.

Die möglichen Aufstellungen:

FC Basel - IFK Göteborg
St.-Jakob-Park. -- 20.15 Uhr (live SF2). -- SR Richmond (Scho).

Basel: Costanzo; Zanni, Abraham, Marque, Safari; Huggel; Carlitos, Ergic, Gjasula, Perovic; Derdiyok.

IFK Göteborg: Christensen; Adam Johansson, Bjärsmyr, Sigurdsson, Jonsson; Niclas Alexandersson, Olsson, Svensson, Hysen; Wernbloom, Söder.

Bemerkung: Basel ohne Eduardo und Streller (beide verletzt).

(Sascha Rhyner, Basel/sda)

 
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