FDP lobt Senkung des BVG-Mindestzinssatzes

publiziert: Mittwoch, 22. Okt 2008 / 13:47 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Okt 2008 / 14:06 Uhr

Bern - Die FDP beurteilt den Entscheid des Bundesrates, den BVG-Mindestzinssatz auf das Jahr 2009 von 2,75 auf 2 Prozent zu senken, positiv. Die Senkung sei die richtige Reaktion auf das momentane Zinsumfeld, sagte FDP-Generalsekretär Stefan Brupbacher.

FDP-Generalsekretär Stefan Brupbacher.
FDP-Generalsekretär Stefan Brupbacher.
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Wenn der Mindestzinssatz hoch sei, müssten die Pensionskassen entsprechend hohe Risiken bei der Anlage des Geldes eingehen, sagte Brupbacher auf Anfrage. Es wäre angesichts der Finanzkrise die falsche Politik, jetzt die Pensionskassen zu verpflichten, hohe Risiken einzugehen.

Die SP hingegen beanstandet, dass der Bundesrat den Zinssatz in schlechten Zeiten senke, in guten aber nur zögerlich erhöhe. Das erlaube den privaten Versicherern zusätzliche Gewinne zu machen, sagte SP-Sprecher Andreas Käsermann auf Anfrage. Weiter wies er darauf hin, dass die momentanen Erträge bei den Bundesobligationen bei 2,9 Prozenz liegen würden.

Als noch immer zu hoch erachtet der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) den auf 2 Prozent gesenkten Mindestzinssatz. Angesichts der Situation an den Kapitalmärkten wäre eine vorsichtigere Festlegung gerechtfertigt gewesen, teilte der SVV mit. Nach Meinung des Verbandes läge diese bei 1,75 Prozent.

(bert/sda)

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