FDP stösst sich an Dougans Millionen-Bonus
publiziert: Montag, 26. Apr 2010 / 16:19 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Apr 2010 / 17:52 Uhr
Brady Dougan, CEO der Credit Suisse soll 70 Mio. Franken bekommen.
Brady Dougan, CEO der Credit Suisse soll 70 Mio. Franken bekommen.

Bern - Der Vorstand der FDP geht auf Distanz zu Abzocker-Bankern: Das Gremium empfiehlt den Aktionären, den Vergütungsbericht der Credit-Suisse abzulehnen. Dieser sieht etwa für CS-Chef Brady Dougan Rekordzahlungen von 70 Millionen Franken vor.

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Wo die Unternehmen keine Eigenverantwortung zeigten, müssten die Aktionäre protestieren, sagte FDP-Präsident Fulvio Pelli gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Gelegenheit zur Ablehnung des Vergütungsberichts haben die Aktionäre am 30. April anlässlich der Generalversammlung der CS.

Die Löhne der CS stünden in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit oder zum unternehmerischen Risiko, schreibt der FDP-Vorstand in einer Medienmitteilung. Diese Firmen brächten die Marktwirtschaft als Schweizer Erfolgsmodell insgesamt in Verruf. «Das muss sich ändern.»
 

Topkader mit 149 Mio. Fr.  Boni

Für das Jahr 2009 sollen die Topkader der Credit Suisse 148,9 Millionen Franken Lohn und Boni erhalten. Konzernchef Brady Dougan erhält einen Bonus von 17,9 Millionen Franken und Riesensummen aus dem Langfrist-Prämienprogramm PIP. Vergangene Woche waren dem CS-Chef aus dem Programm für 2004 Aktien im Wert von gut 70 Millionen Franken ausbezahlt worden.
 

Die FDP-Spitze verlangt nun von den Grossbanken, dass die Höhe der Boni an den mittelfristigen Erfolg der Grossbanken geknüpft und ein Malus eingeführt wird. Gesetzliche Lohnobergrenzen lehnt es jedoch ab.
 

Pelli: Staat soll nicht eingreifen

«Die Wirtschaft in diesem Land soll frei bleiben», sagte Pelli. Wenn der Staat eingreifen müsse, werde es für ein Land und die Wirtschaft gefährlich. «Dann ist unser Land nicht mehr liberal.» Und das gelte es zu vermeiden.
 

Die FDP ringt derzeit um ihr Verhältnis zum Finanzplatz. Erst am Samstag hatten die Delegierten einer Strategie zugestimmt, die das Problem unversteuerter Gelder auf Schweizer Bankkonten lösen soll. Unter dem Einfluss von Finanzplatz-Vertretern war die ursprüngliche Version jedoch stark verwässert worden.

(fest/sda)

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