Mega-Netzwerk plant Infrastrukturwandel mit Drohnen und Satelliten

Facebook stellt Bevölkerungskarte der Erde vor

publiziert: Dienstag, 23. Feb 2016 / 16:15 Uhr
Facebook besitzt mit seinen rund 1,6 Mrd. Nutzern enorme Datenmengen, die jederzeit zu Karten verarbeitet werden können.
Facebook besitzt mit seinen rund 1,6 Mrd. Nutzern enorme Datenmengen, die jederzeit zu Karten verarbeitet werden können.

Menlo Park/New York - Netzwerkgigant Facebook fertigt derzeit eine Bevölkerungskarte der Erde an, die bis zu zehnmal genauer ist als bereits bestehende Informationen aus Satellitenbildern.

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In der Zusammenarbeit mit der Columbia University soll die aus riesigen Datenmassen erstellte Karte einen wichtigen Teil zur globalen Bereitstellung von Ressourcen beitragen.

Neue Kooperationen als Ziel

Derzeit deckt die von Facebook veröffentlichte Karte 20 Länder mit insgesamt 21,6 Mio. Quadratkilometern ab. Aus Milliarden Satellitenbildern und mehrwöchigen Computeranalysen für eine akkurate Zusammensetzung der gesammelten Daten entstand eine detaillierte Populationskarte. Sie zeigt deutlich, in welchen Gebieten noch kein Zugang zum Internet verfügbar ist und gibt Aufschluss darüber, welche Technologien die besten Möglichkeiten bieten könnten, dies zu verändern.

Facebook will zukünftig ein breiteres Netzwerk mit Technikfirmen und Satellitenanbietern aufbauen. Im Zentrum der Projekte stehen neue, mit Solarenergie betriebene Drohnen, die für einen Internetzugang in bislang benachteiligten Gegenden beitragen sollen. Rund vier Mrd. Menschen haben bis heute noch keinen Zugang zum Internet.

Energie- und Transportnetzwerke

«Die nun viel genaueren Daten werden überaus nützlich dafür sein, Gesundheitseinrichtungen zu platzieren, Energie- und Transportnetzwerke zu planen und Ressourcenmanagement oder -zugang zu organisieren», erklärt Robert Chen vom Columbia Center for International Earth Science Information Network.

Facebook besitzt mit seinen rund 1,6 Mrd. Nutzern enorme Datenmengen, die jederzeit zu Karten verarbeitet werden können. Alleine die Vernetzungen der einzelnen User untereinander ergibt eine gigantische Verkettung über den Globus hinweg. Bislang waren alle diese Karten geheim, doch daraus resultierende Abbildungen der globalen Population sollen nun infrastrukturelle Defizite aufdecken.

 

 

(fest/pte)

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