Fahad Kammas nach Schweden ausgeschafft

publiziert: Donnerstag, 2. Apr 2009 / 18:12 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 2. Apr 2009 / 18:58 Uhr

Bern - Der irakische Asylsuchende Fahad Khammas ist am Morgen nach Schweden ausgeschafft worden. Amnesty International sieht die Schweiz jedoch weiter in der Pflicht, weil Khammas bei einer Rückführung in den Irak der Tod drohe.

Fahad Khammas im Dokumentarfilm «La Fortresse».
von Fernand Melgar.
Fahad Khammas im Dokumentarfilm «La Fortresse». von Fernand Melgar.
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Khammas' Asylverfahren werde nun in Schweden fortgeführt, teilte das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) mit. Einen allfälligen negativen Entscheid könne der Iraker dort mit einer Beschwerde anfechten.

Schweden habe die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet, betont das EJPD weiter. Das skandinavische Land respektiere wie die Schweiz die internationalen Verpflichtungen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International befürchtet dagegen, dass Schweden Khammas in den Irak ausschafft. Dort droht dem Iraker nach Ansicht von Amnesty der Tod.

Erstgesuch in Schweden

Im Irak habe Khammas als Übersetzer für das US-Militär gearbeitet. Er sei von bewaffneten islamistischen Gruppen als «Verräter» bedroht worden und habe das Land verlassen müssen, teilte Amnesty mit. Annähernd 300 Iraker, die wie Khammas als Übersetzer gearbeitet hätten, seien bereits umgebracht worden.

Das EJPD berief sich dagegen auf das Dubliner Abkommen, demzufolge Schweden für die Behandlung von Khammas' Asylgesuchs zuständig ist. Denn da habe er sein erstes Gesuch gestellt. Schweden habe denn auch seine Zuständigkeit in diesem Fall bestätigt.

Demgegenüber sieht Amnesty die Schweiz weiterhin in der Pflicht: Das Schweizer Asylgesetz verbiete indirekte Rückführungen. Schweden schicke jedoch im Gegensatz zur Schweiz abgewiesene Asylbewerber in den unsicheren Süd- und Zentralirak zurück.

(ht/sda)

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Ach du liebe gerechte Welt, wenn du nur nicht so kompliziert wärst!
Alles was RECHT ist
Gut so, denn die Befürworter zum Beitritt der Schweiz zur EU müssen nun auch bereit sein, die Abkommen zu akzeptieren. So oder so gehören wir ja nun offizliell zum Schengenraum. Die Umstellung ist erfolgt, und hat ja auch Vorteile. Schweden ist nun mal das Land, in welchem Fahad Kammas den ERSTANTRAG gestellt hatte. Gesetz ist Gesetz.
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