Fahndung nach den Terroristen läuft

publiziert: Freitag, 8. Jul 2005 / 07:00 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Jul 2005 / 10:08 Uhr

London - In London wird nach den verheerenden Terroranschlägen mit mindestens 38 Toten mit Hochdruck nach den Tätern gefahndet.

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Premierminister Tony Blair appellierte an die Briten, sich vom Terror nicht einschüchtern zu lassen. Er sieht islamistische Extremisten hinter den Bluttaten.

"Wir wissen, dass die Leute, die hinter diesen Anschlägen stecken, behaupten, im Namen des Islam zu handeln", sagte Blair am Abend im Fernsehen.

Bei der Suche nach den Tätern arbeitet London mit den Geheim- und Sicherheitsdiensten der USA, Frankreichs, Spaniens und Deutschlands zusammen, berichtete Innenminister Charles Clarke. Die Polizeiarbeit und die Untersuchung der Tatorte liefen auf Hochtouren.

Todeszahl wird steigen

Die Anschlagsserie vom Donnerstagmorgen war die bisher schlimmste in der britischen Hauptstadt.

Nach Angaben der BBC starben bei den drei Anschlägen auf die U-Bahnen 35 Menschen, zwei weitere kamen in dem Bus ums Leben. Ein Schwerverletzter starb später im Spital.

700 Menschen wurden bei den Anschlägen verletzt, 45 von ihnen schwer. Es wird deshalb befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen könnte.

Ärzte im Dauereinsatz

Bis zum Abend hatte das EDA keine Angaben über betroffene Schweizer. Angehörige von allfälligen Schweizer Betroffenen werden von der für Schweizer im Ausland zuständigen Abteilung im EDA (Tel. 031 324 98 08) möglichst rasch informiert.

In den Spitälern kümmerten sich die Mediziner derweil im Dauereinsatz um die Verletzten, von denen einige schwere Verbrennungen erlitten. Königin Elizabeth II. will am Freitag Betroffene besuchen und ihnen Mut zusprechen.

G8-Gipfel demonstriert Einigkeit

Die Welt reagierte mit Entsetzen auf die Anschläge. Der Weltsicherheitsrat forderte die internationale Gemeinschaft in einer einstimmig verabschiedeten Resolution dazu auf, sich an der Suche nach den Tätern, Drahtziehern und Sponsoren zu beteiligen. Der NATO-Rat will am Freitag in Brüssel über die Lage beraten.

Die sieben führenden Industrienationen und Russland (G8) demonstrierten Einigkeit. Die Staats- und Regierungschefs legten bei ihrem Gipfel im schottischen Gleneagles nahezu allen Streit über Klimawandel und Afrika-Hilfe bei.

Am letzten Tag des Treffens sollen die offiziellen Schlussdokumente zu mehr als zehn Themen-Komplexen veröffentlicht werden. Darüber hinaus wird es als Reaktion auf die Anschläge eine gemeinsame Erklärung der G-8 zum Terrorismus geben.

(rp/sda)

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