Fall Nef: «Staatsanwältin womöglich befangen»
publiziert: Montag, 29. Dez 2008 / 22:33 Uhr / aktualisiert: Montag, 29. Dez 2008 / 22:51 Uhr

Bern - Die zuständige Zürcher Staatsanwältin Judith Vogel soll die Anklage gegen einen Mitarbeiter der Zürcher Stadtpolizei wegen Amtsgeheimnisverletzung im Fall Nef abgeben. Sie sei womöglich befangen.

Staatsanwältin Judith Vogel.
Staatsanwältin Judith Vogel.
7 Meldungen im Zusammenhang
Hans Baumgartner, der Anwalt des angeklagten Polizisten, wollte Vogel als Zeugin befragen.

Er kritisierte in einer schriftlichen Stellungnahme, welche der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehen vorlag, stattdessen habe Vogel die Untersuchung «vorzeitig abgebrochen und Anklage erhoben.»

Kein Akten ausgeliefert

«Auch den Beizug der Strafakten Nef hat sie abgewiesen. Die Geheimhaltung ihrer Einstellungsverfügung im Fall Nef hat für sie Vorrang gegenüber den Verteidigungsrechten meines Klienten», heisst es in dem Schreiben gemäss der Sendung weiter. Vogel versuche mit einer vorschnellen Anklage eine Aufklärung zu unterbinden.

Hintergrund ist laut «10vor10» die Rolle Vogels in der Untersuchung gegen den zurückgetretenen Armeechef Roland Nef: Vogel war es, welche die Strafuntersuchung gegen Roland Nef führte und im September 2007 einstellte.

Polizist nicht geständig

Vogel klagte in der gleichen Affäre anfangs Dezember gegen den Zürcher Stadtpolizisten. Dieser soll Dokumente aus dem Polizeicomputer der «SonntagsZeitung» weitergegeben haben

Judith Vogel nahm gegenüber «10vor10» zu den Aussagen keine Stellung.

Bisher habe niemand von der Verteidigung verlangt, dass sie in den Ausstand trete, teilte sie der Sendung schriftlich mit. Dass die Einstellung des Verfahrens gegen Nef korrekt war, habe die kantonale Justizdirektion bestätigt.

Insgesamt ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen Amtsgeheimnisverletzung im Fall Nef gegen zwölf Mitarbeitende der Stadt- und Kantonspolizei Zürich. Gegen elf wurde das Verfahren eingestellt. Der angeklagte Stapo-Mitarbeiter ist nicht geständig.

(ht/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Ex-Armeechef Roland Nef ... mehr lesen 5
Roland Nef hat die ganze Medien-Kampagne fertiggemacht.
Roland Nef soll seine Ex-Partnerin monatelang bedrängt haben.
Bern - Der Zürcher Regierungsrat ... mehr lesen 2
Zürich - Die Zürcher Staatsanwaltschaft will Auskunft darüber geben, warum sie das Strafverfahren wegen Nötigung gegen den früheren Armeechef Roland Nef eingestellt hatte. Sie bestätigte eine entsprechende Meldung von «Beobachter online». mehr lesen 
Zürich - Im Zusammenhang mit der ... mehr lesen
Die Staatsanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen zwölf Mitarbeitende der Polizei in Zürich. (Symbolbild)
Samuel Schmid habe einen «folgenschweren Fehler begangen, als er Roland Nef als neuen Armeechef» vorschlug.
Bern - VBS-Chef Samuel Schmid hat ... mehr lesen 5
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Entgegen ersten Ankündigungen ... mehr lesen
Im Fokus sind künftige Führungsstrategien für das VBS.
Roland Nef hatte in Aussicht gestellt, dass die laufende Voruntersuchung bald eingestellt werde.
Bern - Wirbel um Armeechef Roland Nef: Zum Zeitpunkt seiner Ernennung war gegen ihn eine Strafanzeige wegen Nötigung seiner damaligen Lebenspartnerin hängig. Verteidigungsminister Samuel Schmid ... mehr lesen
Fall Nef..
Schmierenkomödie ist angesagt. Dabei ist's schon Schnee von gestern.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
In unsicheren Zeiten  Bern - Flüchtlingsströme, Terrorismus und Kriege verunsichern die Bevölkerung. Nie haben Schweizerinnen und Schweizer die weltpolitische Lage in den letzten Jahren so düster eingeschätzt wie heute. Mit der Unsicherheit wächst die Bedeutung der Armee. mehr lesen 1
Frische Milch zum Frühstück bleibt für die Soldaten wohl ein Wunsch.
Ständeratskommission lehnt ab  Bern - Schweizer Soldaten sollen nicht unbedingt frische Milch zum Frühstück bekommen: Das Anliegen von Toni Brunner hatte in der ... mehr lesen  
Rede von Armeechef André Blattmann  Bern - Die Aufnahme einer umstrittenen Rede von Armeechef André Blattmann hat ein juristisches Nachspiel. ... mehr lesen   1
Vor Generalstabsoffizieren hatte sich Blattmann harsch über einen mutmasslichen Whistleblower geäussert. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: https://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -1°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Basel -2°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
St. Gallen -5°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder sonnig
Bern -3°C 3°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Luzern -1°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder recht sonnig
Genf -2°C 4°C Nebelfelderleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebelfelder Nebelfelder
Lugano 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten