Familie von Amokläufer wendet sich in Brief an Opfer

publiziert: Dienstag, 17. Mrz 2009 / 19:06 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Mrz 2009 / 19:33 Uhr

Stuttgart - Knapp eine Woche nach dem Amoklauf von Winnenden hat sich die Familie des 17-jährigen Täters in einem offenen Brief an die Hinterbliebenen der ermordeten Opfer gewandt.

Drohungen von Amok-Trittbrettfahrern belasten derzeit die Arbeit der Polizei erheblich.
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«Ihnen wurde das Wertvollste und Wichtigste, ein geliebter Mensch, durch die entsetzliche und unbegreifbare Tat unseres Sohnes und Bruders, genommen», heisst es in dem veröffentlichten Brief der Eltern und der Schwester.

«Wir hätten ihm so etwas nie zugetraut.» Die Verzweiflung und der Hass des 17-jährigen seien ihnen verborgen geblieben. Den Opfern, Angehörigen und Freunden sprach die Familie ihr «tiefstes Mitgefühl» aus.

Zahlreiche Trittbrettfahrer

Der Amoklauf hat nach Angaben des baden-württembergischen Innenminister Heribert Recht zahlreiche Trittbrettfahrer animiert. Bis Montag hätten allein in seinem Bundesland 52 Nachahmer ähnliche Taten angedroht, sagte Rech in Stuttgart.

39 davon seien ermittelt worden, gegen fünf sei Haftbefehl erlassen worden. Gegen 13 liefen noch die Ermittlungen. «Wir müssen davon ausgehen, dass wir mit weiteren Trittbrettfahrern zu rechnen haben», sagte der Minister. Die Drohungen belasteten die Arbeit der Polizei erheblich.

Bis zu 100'000 Gäste erwartet

Ministerpräsident Günther Oettinger sagte, für die zentrale Trauerfeier am Samstag in Winnenden würden 30'000 bis 100'000 Gäste erwartet. Zu der Veranstaltung haben sich unter anderem Bundespräsident Horst Köhler sowie die Kanzlerin Angela Merkel angekündigt.

Mit einer Schweigeminute soll am Mittwoch an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg an die Opfer gedacht werden.

(fest/sda)

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