Familienfreundliche Kantone haben höhere Geburtenzahlen
publiziert: Sonntag, 16. Nov 2008 / 08:29 Uhr

Lausanne - In den letzten Jahrzehnten sind die Geburtenzahlen in der Schweiz gesunken. Doch Kantone, die mit Kinderkrippen und hohen Familienzulagen ein familienfreundliches Umfeld schufen, konnten den Trend abfedern, wie eine Studie zeigt.

Basel-Stadt, Genf, Neuenburg, Waadt und Zürich gehörten zu den Kantonen, die im Vergleich eher hohe Kinderzulagen gewährten.
Basel-Stadt, Genf, Neuenburg, Waadt und Zürich gehörten zu den Kantonen, die im Vergleich eher hohe Kinderzulagen gewährten.
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Der Sozialwissenschaftler Giuliano Bonoli vom Hochschulinstitut für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) in Lausanne untersuchte, wie sich die Geburtenraten in den Schweizer Kantonen von 1980 bis 2000 entwickelten - und welche Gründe für die Unterschiede zwischen Kantonen verantwortlich sein könnten.

Die Zahl der Kinder pro Frau nahm in dem Zeitraum in den meisten Kantonen ab. Bonoli führt dies auf die Modernisierung der Gesellschaft zurück:

Beruf und Familie

Für Frauen haben sich in den letzten 30 Jahren die Möglichkeiten verbessert, sich beruflich zu verwirklichen - sie gebären deshalb im Durchschnitt weniger Kinder.

In den Kantonen ist die Modernisierung allerdings unterschiedlich rasch abgelaufen: Während es beispielsweise in den Kantonen Basel-Stadt und Genf kaum noch Menschen gibt, die von der Landwirtschaft leben, betrug der bäuerliche Anteil der Bevölkerung im Kanton Appenzell Innerrhoden noch 2001 über 20 Prozent.

Das schlägt sich in den Geburtenzahlen nieder, wie die im «Journal of European Social Policy» publizierte Studie zeigt: Die Geburtenrate sank zwischen 1980 und 2000 in jenen Kantonen rascher, in denen der Beschäftigungsanteil im Landwirtschaftssektor stärker zurückging.

Fünf Kantone aber konnten die Geburtenrate auf dem Stand von 1980 halten oder gar erhöhen: Basel-Stadt, Genf, Neuenburg, Waadt und Zürich. Sie gehörten zu den Kantonen, die im Vergleich eher hohe Kinderzulagen gewährten und eine im Vergleich grosse Anzahl Kinderkrippen bereitstellten.

Hohe Kinderzulagen und viele Krippen korrelierten mit einer höheren Geburtenrate. Das beweise aber nicht, dass die aktive Familienpolitik auch die Ursache für die höhere Geburtenrate sei.

(li/sda)

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Wann lernen die Politiker endlich, dass es eine umfassende Förderung von Krippenplätzen und weitere Unterstützungsmassnahmen für junge Familien und Alleinerziehende braucht...

Zig Milliarden werden nun (sinnvollerweise, aber ärgerlich ist es trotzdem) in die marode Bank-Wirtschaft investiert um die ganze Volkswirtschaft nicht noch weiter in Gefahr zu bringen. Das Geld ist nun auf einmal da, wenn es benötigt wird.

Mit Sicherheit könnte man finanzielle Mittel auch zur indirekten Förderung der Geburtenzahlen freimachen. Grössere Familien hätten in der Real-Wirtschaft mit grosser Wahrscheinlichkeit eine belebende Wirkung auf die Kunjunktur. Das ganze dann langfristig über Jahre praktizieren und wir würden in vielen Bereichen positive Effekte erhalten. Weniger Ghettoisierung in Quartieren wo oft nur noch Migranten-Kinder (aus traditionellen Familien-Strukturen) zur Schule gehen, bessere Altersversorung bei der AHV als auch bei der realen Unterstützung von pflegebedürftigen Angehörigen etc. etc.

Genauso wie beim Klimawandel und anderen Langzeitproblemen ist es auch hier an der Zeit, dass dieses gesellschaftliche Problem ernsthaft und kontinuierlich angepackt wird.
kinderfeindliche kantone
ich war gestern bei bekannten welche in einer luzerner gemeinde wohnen und drei kleine kinder haben.das sie eine sog kindertagesstätte gründen möchte hatte sie die gemeindebehörde angefragt ob sie finanziele unterstützung bekomme um dieses projekt zu verwirklichen.was ihr verweigert wurde.mit der fadenscheinigen begründung für sowas sei kein geld vorhanden.ich habe ihr bastelmaterial gebracht damit das projekt doch noch verwirklicht werden kann.aber es kann doch nicht angehen das für alles mögliche geld vorhanden ist aber für ein programm das kinder fördern soll keines,wo doch kinder das kapital eines kantons sind.aber das scheint bei den politikern unter den tisch gefallen zu sein.
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