Fast tausend Verletzte beim Opferfest in der Türkei

publiziert: Montag, 2. Feb 2004 / 07:58 Uhr

Ankara - Beim unsachgemässen Schlachten von Tieren zum moslemischen Opferfest haben sich in der Türkei fast tausend Menschen verletzt. Zahlreiche Gläubige mussten mit Schnittwunden an Händen und Gesicht im Spital behandelt werden.

Die Wunden hatten sie sich beim Schächten von Schafen und Rindern selbst zugefügt, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Andere trugen Brüche an Nasenbein, Kiefer und andere Knochenbrüche davon, als sie von den Opfertieren getreten wurden. Die meisten Verletzten konnten nach ambulanter Versorgung wieder nach Hause gehen.

Ein 27-jähriger Mann aus der nördlichen Stadt Zile befand sich nach Angaben von Anadolu in lebensbedrohlichem Zustand, nachdem er sich beim Schächten eines Schafs versehentlich selbst in die Hauptschlagader geschnitten hatte.

Um solche Unglücksfälle zu verhindern, haben die Behörden Sonderschlachthöfe eingerichtet, wo professionelle Metzger die Tiere schächten. Viele Türken nehmen aber das religiöse Ritual lieber selber vor.

(bsk/sda)

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