Feinstaubbelastung ist viel zu hoch

publiziert: Samstag, 14. Jan 2006 / 13:22 Uhr / aktualisiert: Samstag, 14. Jan 2006 / 15:28 Uhr

Bern - Die Feinstaubbelastung in der Schweiz hat neue Rekordwerte erreicht. An zehn von 13 Messstationen wird der Grenzwert überschritten.

Die höchsten Werte wurden in der Stadt Bern gemessen.
Die höchsten Werte wurden in der Stadt Bern gemessen.
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In Bern, Zürich und am Autobahnkreuz Härkingen (SO) wurden die Grenzwerte sogar um das Zweieinhalb- bis Dreifache überschritten. Am höchsten ist die Belastung in der Stadt Bern, wie den am Samstagmittag aktualisierten Zahlen des Bundesamts für Umwelt (Bafu) im Internet zu entnehmen ist. Die Feinstaubbelastung lag dort im Mittel der letzten 24 Stunden bei 133 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der Tagesmittel-Grenzwert liegt bei 50 µg/m3.

Am Autobahnkreuz Härkingen SO liegt die Konzentration momentan bei 124 µg/m3, in der Stadt Zürich bei 118 µg/m3 und in Lausanne bei 110 µg/m3. Unter dem Grenzwert liegt die Belastung nur gerade in Lugano und an zwei Messstationen über 1000 Meter über Meer.

Oben blau - unten grau

Grund für die hohen Werte ist die winterliche Inversionslage des Wetters. Die kalte Luft liegt unten, die warme oben - ein Luftaustausch findet kaum statt. Solche Inversionslagen können im Schweizer Mittelland begünstigt durch die Nebeldecke im Winter über Tage oder Wochen andauern.

Als Feinstaub werden Partikel wie Russ oder Abrieb mit einem Durchmesser von bis zu zehn Mikrometern (PM 10) bezeichnet. Wichtigste Emissionsquellen sind Verkehr, Industrie, Baustellen, land- und forstwirtschaftliche Maschinen und Heizungen.

Bund wird aktiv

Die Partikel dringen über die Atemwege in die Lunge ein und verbreiten sich von dort im Körper. Die Folgen sind Husten und andere Atemwegserkrankungen, aber auch Herzkreislauf-Beschwerden und Lungenkrebs.

Aufgrund der alarmierend hohen Belastung wird der Bund nun aktiv: Am Montag wird Bundespräsident und Umweltminister Moritz Leuenberger ein Massnahmenpaket vorstellen, mit dem die schädlichen Auswirkungen von Feinstaub-Emissionen begrenzt werden sollen.

(ht/sda)

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