Felix Gutzwiller verzichtet auf Kandidatur

publiziert: Freitag, 17. Dez 2004 / 16:27 Uhr

Zürich/Bern - Nationalrat Felix Gutzwiller wird nicht für das FDP-Präsidium kandidieren. Die Aufgaben eines Präsidenten einer Bundesratspartei seien mit seinen beruflichen Verpflichtungen nicht vereinbar, schreibt Gutzwiller in einem Comuniqué.

Felix Gutzwiller möchte nicht auf seine universitären Aufgaben verzichten.
Felix Gutzwiller möchte nicht auf seine universitären Aufgaben verzichten.
Gutzwiller leitet das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich. Mit einer ordentlichen Professur und Institutsleitung wäre das Amt des FDP-Präsidenten unvereinbar, hält er fest. Ein baldiger Rücktritt von seinen universitären Aufgaben würde aber verschiedene grössere Projekte gefährden, die er gerne zum Abschluss bringe.

Dazu gehörten die Gründung einer von verschiedenen Universitäten getragenen Swiss School of Public Health, das Lehrbuch für die medizinischen Fakultäten sowie einige grössere Forschungsprojekte.

Sachpolitischer Brückenbauer

Ich sehe meine persönliche Stärke zudem hauptsächlich als sachpolitischer Brückenbauer, schreibt der Zürcher Nationalrat weiter. Diese Funktion möchte er als Vizepräsident der FDP-Fraktion, aber auch parteiübergreifend weiterhin wahrnehmen.

Von verschiedenen Seiten habe man ihn ermuntert, für das FDP-Präsidium zu kandidieren. Dieses Vetrauen ehre ihn sehr. Nach ernsthafter Prüfung und Gesprächen mit seinen Mitarbeitenden, Freunden und der Universität habe er beschlossen, nicht zu kandidieren.

Situation gut gemeistert

Die Partei habe die schwierige Situation nach dem Rücktritt von Ständerat Rolf Schweiger in einer ersten Phase gut gemeistert, hält Gutzwiller fest. Er hoffe, dass auch die nächsten Schritte überlegt und transparent angegangen werden könnten.

Am 5. November war der bisherige FDP-Präsident Rolf Schweiger nach nur halbjähriger Amtszeit zurückgetreten. Der 59-jährige Zuger Ständerat machte gesundheitliche Gründe geltend. Interimistisch leitet Vizepräsidentin Marianne Kleiner die Partei.

Schweigers Nachfolge soll bis im Frühjahr 2005 geregelt werden. Die Geschäftsleitung der FDP Schweiz hat für die Neubesetzung des Parteipräsidiums eine Findungskommission bestimmt.

(bert/sda)

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