Festnahme in London
publiziert: Samstag, 23. Jul 2005 / 10:21 Uhr / aktualisiert: Samstag, 23. Jul 2005 / 11:14 Uhr

London - Die Londoner Polizei meldet, am Samstagmorgen im Rahmen einer Grossfahndung einen weiteren Mann festgenommen zu haben, der mit den Anschlägen in Verbindung gebracht wird.

In der Nacht auf Freitag gab die Londoner Polizei diese Bilder der gesuchten Männer an die Medien weiter.
In der Nacht auf Freitag gab die Londoner Polizei diese Bilder der gesuchten Männer an die Medien weiter.
13 Meldungen im Zusammenhang
Dies sagte eine Sprecherin der Polizei ohne nähere Angaben. Wenige Stunden zuvor hatte die Polizei bei der Durchsuchung eines Gebäudes im selben Stadteil bereits einen Verdächtigen festgenommen.

In der dortigen U-Bahnstation hatten Fahnder zuvor einen Mann erschossen, bei dem es sich offensichtlich um einen Komplizen der Terroristen handelte.

"Direkten Verbindung"

Scotland Yard-Chef Ian Blair hatten von einer "direkten Verbindung" dieses Mannes zu den verhinderten Anschlägen gesprochen. Die Polizei begann mit einer Untersuchung der Umstände, die zum Tod des Verdächtigen führten.

Die Behörden haben nach den erneuten Anschlägen eine der grössten Fahndungsaktionen ihrer Geschichte eingeleitet. Auch am Samstagmorgen suchten Hunderte zum Teil mit Sturmgewehren und Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten nach den vier mutmasslichen Attentätern. Zahlreiche Strassen und Häuser wurden durchkämmt.

"Vielversprechende Rückmeldungen"

Scotland Yard habe nach der Veröffentlichung von Aufnahmen der vier mutmasslichen Attentätern "vielversprechende Rückmeldungen" aus der Öffentlichkeit bekommen, berichtete der britische Sender BBC am Samstag.

Die Bilder stammten von Überwachungskameras, die in den drei U-Bahnen und dem Bus installiert waren, wo die Bomben explodieren sollten. Allerdings detonierten nur die Zünder. Deshalb kam bei den Attentatsversuchen vom Donnerstag niemand zu Schaden.

In London sind innerhalb von zwei Wochen zwei Anschlagsserien verübt wurden. In beiden Fällen wurden Sprengsätze in drei U-Bahnen und einem Bus gezündet. Bei den ersten Anschlägen wurden insgesamt 56 Menschen getötet, unter ihnen die Attentäter. Bei den Anschlägen vom Donerstag kam niemand zu Schaden.

(bsk/sda)

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