Feuerinferno fordert weitere Tote
publiziert: Montag, 27. Aug 2007 / 06:50 Uhr

Athen - Bei den schlimmsten Waldbränden in Griechenland seit Menschengedenken haben bisher mindestens 60 Menschen ihr Leben verloren. Im Nachbarland Bulgarien starben zwei Menschen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Für Hinweise, die zur Ergreifung von Brandstiftern führen, lobte die Regierung in Athen am Sonntag Belohnungen zwischen 100'000 und einer Million Euro (1,6 Millionen Franken) aus.

Die Regierung sah am Sonntagabend Chaoten oder eine unbekannte Art von Terroristen als Drahtzieher einiger Brände vor allem im Raum Athen.

Der griechische Minister für Öffentliche Ordnung Vyron Polydoras sprach von einer Art «asymetrischen Bedrohung» ohne dabei zu sagen, wer dahinter stehen könnte.

Brandsätze gefunden

In den Bergen um Athen waren in der Nacht zum Montag mehrere Patrouillen mit Soldaten und Polizisten unterwegs.

Hunderte Freiwillige Helfer nahmen an der Überwachungsaktion teil, berichtete das griechische Fernsehen.

An mindestens drei Stellen fanden die Behörden auf den Hügeln bei Athen Brandsätze.

Mindestens 3000 Obdachlose

Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes erlebten die Menschen eine dritte Horrornacht in Folge: Mehr als 20 Grossbrände tobten im Westen bei Olympia, im Süden bei Kalamata und im Südosten bei Sparta.

Bis zum Sonntag wurden mindestens 3000 Menschen obdachlos.

Auch auf der Insel Euböa und in der Region um Korinth wüteten riesige Feuer. Am Sonntagabend kamen fünf Menschen bei Waldbränden auf Euböa ums Leben.

Zwei Menschen erlitten schwere Verbrennungen und schweben in Lebensgefahr. Nach Medienberichten handelt es sich bei den Toten um junge Leute aus einem Ort nahe der Kleinstadt Aliveri, die versucht hatten, ihr Dorf vor dem Flammeninferno zu retten.

Weltkulturerbe in Gefahr

Die verheerenden Feuer erreichten inzwischen auch die antiken Ausgrabungsstätten von Olympia.

Nach ersten Erkenntnissen konnte eine «ganz grosse Katastrophe» in der Weltkulturerbe-Stätte abgewendet werden.

«Das Museum und das Stadion wurden nicht beschädigt», sagte der griechische Kulturminister Giorgos Voulgarakis.

Die Feuerwalze sei an den Anlagen des Heiligen Hains, des antiken Stadions und des Museums vorbeigerollt. Die Schäden seien dennoch immens.

Vorwürfe an die Regierung

«Die einmalige Umgebung von Olympia, der Wiege der Olympischen Spiele, gibt es nicht mehr», sagte der Präfekt der Region.

Lokalpolitiker warfen der Regierung in Athen vor, dass sie nicht in der Lage sei, das Weltkulturerbe zu schützen.

Keine Besserung in Sicht

Eine wochenlange Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad hatte das Land austrocknen lassen, seit Monaten hat es nicht mehr geregnet.

Nach inoffiziellen Schätzungen verbrannten allein in den vergangenen drei Tagen 70'000 Hektar Land. Die Temperaturen sollen auch in den kommenden Tagen kaum unter 30 Grad sinken.

Im Kampf gegen das Flammeninferno kamen den erschöpften Feuerwehrleuten am Sonntag auch Helikopter, Flugzeuge und Löschtrupps aus anderen europäischen Ländern zu Hilfe. Vier Helikopter aus der Schweiz sollen ab Dienstag auf dem Peleponnes im Einsatz stehen.

(rr/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Die verheerenden Waldbrände ... mehr lesen
Das Feuer forderte bereits über 60 Tote.
Die Feuer sind durch die starken Winde noch immer nicht unter Kontrolle.
Athen - In Griechenland toben die verheerenden Brände unvermindert weiter. Starke Winde fachten die Feuer im ganzen Land weiter an. In den betroffenen Dörfern kam es zu dramatischen ... mehr lesen
Bern - Die Schweiz beteiligt sich an ... mehr lesen
Die Hubschrauber vom Typ Super Puma sollen bei den Löscharbeiten helfen.
Die Super Pumas werden eine Woche lang die Feuer bekämpfen. (Archivbild)
Bern - Drei Super Pumas fliegen im ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Auf der Halbinsel Peloponnes sind Hunderte Menschen eingeschlossen.
Athen - Der griechische Regierungschef Kostas Karamanlis hat die verheerenden Waldbrände in seinem Land als «nationale Tragödie» bezeichnet. Dies sagte der Politiker in ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Angriffe auf KMU werden im kommenden Jahr ebenso zunehmen, wie die auf Städte und Gemeinden.
Die Angriffe auf KMU werden im ...
Konzentration auf Ransomware begünstigt Angriffe auf weniger geschützte Bereiche  Jena - Wenn die Kassen in Elektro-Flächenmärkten nicht mehr klingeln, im Strassenverkehrsamt keine Kfz zugelassen werden können oder Kliniken neue Patienten abweisen müssen - dann ist in der Regel ein Virus schuld. Dieser heisst jedoch nicht Corona, sondern beispielsweise Ransomware und verbreitet sich digital so schnell wie die Omikron-Variante. mehr lesen 
Bern - Kriminellen Hackern ist es mutmasslich gelungen, eine Liste mit Namen von bis zu 130'000 Unternehmen zu entwenden, welche über die Plattform EasyGov im Jahr 2020 einen Covid-19-Kredit beantragt hatten. Weitere Daten ausser den Firmennamen wurden nach heutiger Erkenntnis nicht gestohlen. Das SECO, als Betreiberin von Easy-Gov, hat Sofortmassnahmen ergriffen und eine Untersuchung eingeleitet. mehr lesen  
Homeoffice in der Pandemie begünstigte die Verbreitung von Malware.
Das Hauptangriffsziel für Cyber-Kriminelle bleibt weiterhin das E-Mail-Postfach ahnungsloser Nutzer oder Unternehmen. Der IT-Security-Anbieter Trend Micro hat allein im ersten Halbjahr 2021 fast 41 ... mehr lesen  
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=19&col=COL_2_1
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 12°C 21°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 12°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 10°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 11°C 21°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 12°C 20°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 10°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 15°C 24°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten