Fini verlässt Führung von Rechtspartei
publiziert: Donnerstag, 24. Apr 2008 / 14:53 Uhr

Rom - Gianfranco Fini, Chef der italienischen Rechtspartei Alleanza Nazionale (AN), gibt die Parteiführung auf. Fini dürfte am kommenden Dienstag zum Präsidenten der Abgeordnetenkammer gewählt werden.

Mutiert Fini zum Parlamentspräsidenten?
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Dann tritt das Parlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Die postfaschistische AN wird ohnehin im Oktober mit Silvio Berlusconis Partei «Poppolo della Libertà» fusionieren.

Bis dahin wird Finis rechte Hand Ignazio La Russa die AN führen. La Russa winkt ein Auftrag als Verteidigungsminister in der neuen Regierung.

Der 56-jährige Fini gilt als einer der brillantesten Politiker Italiens und ist der beliebteste Politiker im rechten Lager. Jahrelang war er einerseits der treueste Verbündete Berlusconis - und zugleich dessen gefährlichster Konkurrent in der Mitte-Rechts-Allianz.

Entscheidende Rolle

Als Chef der AN spielte Fini zwischen 2001 und 2006 eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Regierung Berlusconi. «Ich war zuerst im Gremium des Movimento Sociale Italiano, das sich in die AN umgewandelt hat. Jetzt stehen wir vor einer weiteren Etappe in unserer Geschichte.

Es wird schwierig sein, mich nach über 20 Jahren von meiner Partei verabschieden zu müssen, doch für mich beginnt eine neue politische Phase», sagte Fini, der unter Berlusconi bereits Aussenminister war.

Die Regierungsbildung gestaltet sich für Berlusconi schwieriger als erwartet. Berlusconi muss vor allem die Ansprüche der Partei Lega Nord berücksichtigen, die bei den Wahlen Mitte April zur drittstärksten Kraft im Parlament aufgerückt ist. Die Lega reklamiert einige Schlüsselposten im neuen Kabinett für sich.

(ht/sda)

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