Folter in China weit verbreitet

publiziert: Freitag, 2. Dez 2005 / 12:29 Uhr

Peking - Folter ist in China nach Einschätzung der UNO noch weit verbreitet.

Gewisse Foltermethoden haben schon Fachbegriffe bekommen.
Gewisse Foltermethoden haben schon Fachbegriffe bekommen.
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Dies sagte UNO-Sonderberichterstatter Manfred Nowak nach Abschluss seiner Untersuchungen. Diese waren die ersten eines UNO-Folterinspektors in China überhaupt.

Nowak beklagte, seine zweiwöchige Reise sei durch die chinesischen Behörden behindert worden.

Diese hätten Befragungen in Peking, aber auch in Unruheregionen wie Tibet und Xinjiang beobachtet. So seien seine Gespräche mit Angehörigen von Gefangenen häufig überwacht worden, sagte Nowak.

Gravierende Eingriffe

Die Ministerien für Staat und öffentliche Sicherheit hätten «gravierend» in seine Arbeit eingegriffen, fügte Nowak hinzu. Seinen Mitarbeitern sei es nicht erlaubt worden, Fotoapparate und elektronische Geräte in Gefängnisse mitzubringen.

Besuche in Strafvollzugsbehörden seien auf die Arbeitszeiten des Personals beschränkt gewesen. Jeder Besuch sei etwa eine Stunde zuvor angekündigt worden, hiess es in einer Pressemitteilung, die zum Ende von Nowaks Reise veröffentlicht wurde.

Der UNO-Sonderberichterstatter berichtete, er habe gehört, dass Angehörige von Gefangenen durch Hausarrest oder Einschüchterung daran gehindert worden seien, ihn zu treffen. Bei Häftlingen habe er die «Angst und Zensur» förmlich gespürt.

Spezielle Begriffe

Gefoltert wird nach Angaben der UNO-Delegation mit Elektroschocks, Verbrennungen durch Zigaretten, extreme Kälte oder Hitze oder Untertauchen in Wasser.

Manche Methoden seien so verbreitet, dass sie unter speziellen Begriffen bekannt seien. «Einen Adler erschöpfen» etwa bedeute, dass ein Gefangener auf einen hohen Hocker gestellt und bis zur vollkommenen Erschöpfung geschlagen werde.

(rr/sda)

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