Frankreich verweigert Ehepaar Einbürgerung

publiziert: Mittwoch, 3. Feb 2010 / 12:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Feb 2010 / 16:45 Uhr

Paris - Frankreich verweigert einem Muslimen die Staatsbürgerschaft, weil er seine französische Frau zum Tragen des Ganzkörperschleiers zwingt. Premierminister François Fillon sagte im Radio, er werde auf Antrag von Einwanderungsminister Eric Besson eine entsprechende Anweisung unterzeichnen.

Strenger muslimischer Ehemann zwingt seine Frau einen Ganzkörperschleier zu tragen.(Symbolbild)
Strenger muslimischer Ehemann zwingt seine Frau einen Ganzkörperschleier zu tragen.(Symbolbild)
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Der Mann sei ein «radikaler Geistlicher». Er zwinge die Frauen seiner Familie, die Burka zu tragen, lehne die Gleichstellung von Männern und Frauen ab und weigere sich, «Frauen die Hand zu geben», sagte Fillon. Solche Menschen hätten «keinen Platz in unserem Land».

Das Ehepaar gehört der Tabligh-Bewegung an, die eine Rückkehr zum «reinen» Islam predigt. Die Frau bleibt im Haus und verschleiert sich vollständig, wenn sie die Wohnung einmal erlassen muss. Die Frau könne Französin bleiben, sagte Fillon. Sie könne bis zu einer Gesetzesänderung auch weiter ihren Schleier tragen.

Verhalten des Mannes führten zur Ablehnung

Besson hatte seine Entscheidung zuvor vom Verfassungsrat billigen lassen. Nach Informationen der Zeitung «Le Figaro» erwähnte der Verfassungsrat die umstrittene Schleierfrage in seiner Entscheidung aber nicht. Die Ablehnung der Staatsbürgerschaft wurde vielmehr mit dem Verhalten des Mannes begründet, das «mit den Werten der Republik nicht vereinbar» sei.

Dazu gehören die Geschlechtertrennung von Kindesbeinen an und die Weigerung, Frauen die Hand zu reichen. Das Einbürgerungsrecht sieht in einem «Mangel an kultureller Assimilierung» einen Hindernisgrund für die Vergabe der Staatsbürgerschaft.

 

(fkl/sda)

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Einbürgerung CH
Sorry Albert, aber das ist wirklich Schwachsinn. Einbürgerungen sind in der Schweiz viel härter vor allem aber ungerechter als in Frankreich.

Mein Frau kam mit 12 als Flüchtling aus der Türkei. Machte die ganze Schule hier, spricht Schweizerdeutsch wie ich, fing einen Beruf am Spital an, zahlte Steuern, etc. Sie ist Schweizerin und denkt wie eine Schweizerin. Nix Islam. Dann ging der Papierkrieg los. Endlos. Da geht ein Jahr ins Land und wenn man die "Frechheit" hat zu fragen was Stand der Dinge ist, wird einem gedroht es "könne auch länger gehen".

Zwischendurch noch eine schöne Episode. Als sie einmal bei mir übernachtete, bekamen wir Besuch von der Fremdenpolizei, weil der Briefträger eine "fremdländische Frau in meiner Wohnung gemeldet hatte"(er trug ja auch Uniform). Auf der Gemeinde konnte ich mir dann noch den Satz anhören: "Wir haben ja auch nicht viele Mietwohnungen in der Gemeinde, wir wünschen Hausbesitzer". Wir reden hier von der Schweiz 1998!

Dann konnte sie eine Art Gewissensprüfung ablegen. Bei der Gemeindeabstimmung ist sie grundlos fast abgewiesen worden. Mit einer Stimme Mehrheit hat sie es dann doch noch ganz knapp geschafft. Leute mit "ic" am Schluss waren chancenlos. Da müsste man wahrscheinlich schon den Nobelpreis gewonnen haben um nicht kollektiv abgestraft zu werden.

Dann kam der nächste Hammer. Bei einem Ausbildungslohn von damals 1'800, wollte die Gemeinde 18'000 von ihr. Erst nach Rekurs wurde das auf 5'000 reduziert.
Jede Woche sagte ich ihr "lass das, wir heiraten eh ...". Aber sie wollte nicht das man später behauptet sie hätte mich für einen Pass geheiratet. Sie wollte das "durchziehen". Ich habe sie für die Hartnäckigkeit und Geduld echt bewundert.

Was ich damals an Rassismus in der Schweiz erlebte, war mir eine Lehre.
Vive la France !!!
Bravo, bravissimo, endlich ein vernünftiger Entscheid eines grossen europ. Landes welcher nicht schleimig und schluddrig durch sogenannte Menschenrechte behindert wurde. In der Schweiz sind die gesetzl. Grundlagen für die Ablehnung solcher Einbürgerungen längst gegeben. Nur werden diese nicht durchgesetzt. In Basel, z.B. sind in den letzten Jahren massenhaft Leute eingebürgert worden, welche kein Wort Deutsch sprechen, vorbestraft sind und/oder von Sozialhilfe leben und weder lesen noch schreiben können. Solange linke Beamte unterstützt von linken Richtern die bestehenden Gesetze und Vorschriften ignorieren, wird bei uns weiterhin eingebürgert was das Zeugs hält. Dabei ist es doch so einfach. Die Voraussetzungen bei uns sind:

Abklärung über die Beachtung der Rechtsordnung und das Nichtvorliegen eines Sicherheitsrisikos. Erfüllen der Wohnsitzvoraussetzung; Integration; Vertrautsein mit den schweizerischen Verhältnissen; Erfüllung der Verpflichtungen im Bereich von Betreibung und Konkurs sowie der Steuerpflicht.

Wenn also jemand das ganze Jahr im Fasnachtskostüm herumspaziert, dann sind ganz sicher die Voraussetzungen Integration und Vertrautsein mit den schweizerischen Verhältnissen NICHT ERFÜLLT. Eine Einbürgerung ist dann hinfällig.
Bravo Frankreich weiter so!
Wir brauchen auch keine solche Fälle.Das einbürgern von verhüllten Personen soll sowieso verboten werden.Auch den Aufenthalt in der Schweiz soll solchen lieben Leuten auch nicht gewährt werden.Sollen sich anpassen oder wieder ausreisen.Auch bei Touristen keine Ausnahme. Wir müssen uns in ihren Ländern auch anpassen.
Jetzt Burka und andere Verhüllungen verbieten! Auch verbieten vom tragen des Kopftuches in Öffentlichen Gebäuden, bei der Arbeit an Staatlichen Stellen und des öffentlichen Dienstes. Auch das Kopftuch bei Verkäuferinnen der Grossverteiler muss sofort durchgesetzt werden. Ich möchte nämlich nicht belästigt werden beim einkaufen von den Trägern von Religiösen Symbolen.
Ja, Albert, so wie Sie das sagen, da müssen Sie ja vom Fach sein!
Bitte erzählen Sie uns einmal, wie so ein Fall in der Schweiz gehandhabt würde oder schon gelöst werden musste! Oder kennen Sie einen gleichgelagerten Fall in der Schweiz, wo der muslimische Mann seine Frau zum Burkatragen zwingt und überhaupt, dazu noch strenggläubig den Islam predigt!?

Ich erwarte von Ihnen eine Antwort. Danke!
Einbürgerung
Hut ab! Da hat Frankreich sehr richtig entschieden. In der Schweiz wäre so was wohl kaum zu realisieren. Da gäbe es genügend Gruppen und Parteien, welche das für ungerecht halten. Die Schweiz ist vor lauter Mitspracherechten kaum mehr handlungsfähig.
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