Frankreich will Burka-Verbot in staatlichen Einrichtungen
publiziert: Dienstag, 26. Jan 2010 / 12:57 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 26. Jan 2010 / 15:21 Uhr

Paris - In Frankreich zeichnet sich ein Verbot der Ganzkörperverschleierung muslimischer Frauen in Behörden und öffentlichen Einrichtungen ab. Eine parteiübergreifende Kommission der Nationalversammlung forderte einstimmig eine Parlamentsresolution, die ein Verbot verlangen soll.

Eine parteiübergreifende Kommission der Nationalversammlung fordert ein Burka-Verbot.
Eine parteiübergreifende Kommission der Nationalversammlung fordert ein Burka-Verbot.
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Eine grosse Mehrheit der Kommissionsmitglieder sprach sich zudem für ein Gesetz aus, das die Vollverschleierung in allen staatlichen Einrichtungen einschliesslich des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs untersagt. Weiter erlaubt wäre die Burka damit auf offener Strasse und in der Privatwirtschaft.

«Ganz Frankreich sagt Nein zum Ganzkörperschleier und verlangt, dass diese Praxis auf dem Gebiet der Republik verboten wird», heisst es im Vorschlag des Parlamentsausschusses für die Entschliessung.

«Jegliche Vermummung verboten»

Eine Burka zu tragen widerspreche «den Werten der Republik». Aus rechtlichen Gründen soll sich das Verbotsgesetz nicht allein auf die Burka oder andere Formen der Verschleierung muslimischer Frauen beziehen.

Es soll generell jegliche Vermummung in staatlichen Einrichtungen verbieten. Geldbussen bei Zuwiderhandlungen sind nicht geplant; Burka-Trägerinnen sollen aber staatliche Dienstleistungen verweigert werden.

Entscheidung im März

Die Regierung will über die Reichweite des Verbots erst nach den Regionalwahlen im März entscheiden. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage hatten sich fast zwei Drittel der Franzosen für ein Verbot der Burka in der gesamten Öffentlichkeit ausgesprochen - «sogar auf der Strasse».

Frankreich hat mit über fünf Millionen Menschen die grösste muslimische Gemeinde Europas. Nach Angaben des Innenministeriums tragen aber nur etwa 1900 muslimische Frauen die Burka.

(tri/sda)

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Ob die Burka auch gesetzlich verboten wird ist noch unklar.
Keine Identifizierung möglich.
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zynisch
ist für uns auch folgendes:

Nach einem Selbstmordattentat zieht die Familie des Täters durch die Gassen und verteilt Bonbons. Sie feiern die Hochzeit desjenigen, der sich in die Luft gesprengt hat, mit den 72 Jungfrauen. Schräg.

Hat schon mal jemand überlegt, was für ein ewiges Leben das ist, mit 72 Schwiegermüttern?

Man stell sich vor, die Frage aus 72 Mündern: Hast Du schon einen Job gefunden?
Lieber Midas
Muss schlimm sein, wenn man innerhalb einer solchen engen Denkweise aufwachsen sollte!
Wenn ich so zurück denke, so habe ich bis zu einem gewissen Alter einen Teil dessen akzeptiert, was einfach war und in meiner Familie gewollt wurde - zum Glück wurde ich nicht gezwungen "gläubig" zu sein .... Denn bald einmal, weit vor der Pubertät machte sich bei mir Widerstand gegen alles breit, was mir nicht in meine Überlegungen passte! Da wir eine sehr belesene Familie waren, wir waren alle Leseratten ..., bin ich wohl auch dadurch kritisch auch gegenüber Politik, Politikern und Parteiengeschrei gewesen - natürlich gegen alles Autoritäre ... Gut so. Ich bin heute froh darüber und muss mich nicht immer irgendwo anbinden!

Für mich wäre wohl eine so enge Weltanschauung nie zu einer Motivation geworden, was mich dazu hätte bewegen können ins "Paradies" und mit Gedonner zu entschweben.

Aber ich erkenne, dass man so (!) die Menschen, besonders die jungen dazu verführen kann, dass sie glauben, dass man sich mit Sprengstoff ins "Paradies" befördern kann ... NUR, ich muss dazu sagen, dass wir SOLCHES mit aller GEWALT VERHINDERN müssen! Jedenfalls darf dies nicht bei uns geschehen - auch diese VERFÜHRUNG NICHT UND SCHON GAR NICHT GEHIRNWÄSCHE UND TRAINING ZU ATTENTATEN !!

Ich habe unterdessen eine ziemlich harte Haltung in dieser Beziehung und die lautet:

"Wer als Ausländer sich hier strafbar macht, muss damit rechnen, dass er SOFORT ausgewiesen wird!" und "Wer als Auslänger oder Eingebürgerter in einer fundamentalistischen Vereinigungen sich engagiert, welcher Art auch immer, der wird ausgewiesen!"
logisch
Sie wollen ja auch nicht Märtyrer werden nehme ich an. :-) Eigentlich gar nicht lustig, aber etwas Zynismus tut ab und zu ganz gut. :-)
Wer will schon
Wer will schon Jungfrauen?? Ich hätte lieber Profis !
Das hat was
:-) das stimmt, was die Selbstmordattentäter auch nicht bedenken, 50 Jungfrauen, ganz schön wenig, bis in alle Ewigkeit.... :-) Eigentlich ein schöner Mist, so als Märtyrer.
Na denn Thomy
Für Sie ein zynischer Witz aus Fujairah, der nicht unbedingt meine persönliche Einstellung widerspiegelt und nicht von mir stammt.

Die ganze Welt fragt sich, warum ausgerechnet arabische Terroristen so gerne Selbstmordattentate begehen. Betrachten wir die Situation in arabischen Diktaturen einmal näher:

Sex vor der Ehe ist verboten.
Es gibt keine Prostituierten.
Alkohol und Drogen sind verboten.
Bars sind verboten.
Alternatives Radio ist verboten.
Alternatives Fernsehen ist verboten.
Internet ist verboten.
Sport, Stadion, Parties usw: alles verboten.
Ehebruch ist verboten.
Schweinefleisch ist verboten.
Ausländische Musik ist verboten.
Radio ist verboten.
Die Frauen tragen Kleider, die aussehen wie Säcke und sind immer verschleiert. Jemand anders sucht eine Ehefrau für Dich aus.
Ueberall nur Sand und Steine.

Und dann erzählt Dir jemand auf überzeugende Art und Weise, dass du nach deinem Tod ins Paradies kommst, wo Du alles kriegst was Du auf Erden nicht hattest.....
Differenzierung
Ich finde Burkas und Tschadors auch nicht toll.

Aber jeder Mensch soll sich anziehen können wie er will. Bei einer amtlichen Identifizierung sieht das natürlich anders aus. Ebenso bin ich für ein Kopftuchverbot an Schulen. In diesem Punkt hatte Atatürk recht, obwohl er ein Diktator war.
Guten Tag Midas
Es ging ja im Waadtland darum, dass sich jemand Verhültes anmelden wollte. Da ist doch erst bei uns die Diskussion so richtig entbrannt. Und zum Thema Burka ist mir vorerst erst aus Afghanistan bekannt, Saudis tragen Tschador. Idh finde es nur merkwürdig, dass die Muslimin nicht moderner wird. Diese Kleidung gilt für mich als männerängstlich.

Wenn so weiter am Bankgeheimnis gerüttelt wird, wird sich der Banker mit dem Nadelstreifen-Anzug bald wünschen einen Job mit 1/3 seines früheren Gehaltes zu haben.
Mehr Forderungen
Ich fordere nach wie vor ein Verbot von Batman Kostümen auf öffentlichen Strassen und Plätzen, Kippa Verbot, Punk Frisuren und Nonnen. Piercings mag ich auch nicht. Oder Leggins ab Kleidergrösse 40. Vergessen wir nicht weisse Socken in Sandalen, Croc und Birkenstock Schuhe, ärmellose Shirts mit Bierbäuchen. Gibt ja auch viele Leute bei denen wäre eine Verschleierung eine optische Aufwertung. Deutsche sollten ab sofort generell mit einer Gartenzwergzipfelmütze gekennzeichnet werden.

Burka-Verbot? Was machen wir dann eigentlich mit einkaufsstarken Saudi Touristen in Genf? Kriegen die Ausländer Burkas ab einem Einkauf von 10'000 eine temporäre Bewilligung mit Vignette auf die Stirn?

Zugeben, Ungerechtigkeiten gibt es überall. Wie als ich meinen letzten Pass machte. Einmal stimmte der Winkel auf dem Foto nicht, dann zuviel Rand, dann das Lächeln. Ich war fast schon leicht über die behördliche Willkür genervt. Als Muslima dürfte ich aber 2/3 meines Kopfes verstecken. Hauptsache ich lächle nicht. Gibt ja auch nichts zu lächeln bei Schweizer Behörden. Wo kämen wir denn da hin? Was lernen wir daraus? Dass Schweizer Beamten einen lächelnden Schweizer auf einem Foto nicht erkennen können, aber Muslime an den Augen. Die Geheimnisse des Orients!

Ausserdem werden Schweizer von Schweizern auf Aemtern prinzipiell wie Sch*** behandelt. Gehört sich so. Ich fordere deshalb mehr Deutsche auf Schweizer Aemtern! Auf dem Generalkonsulat in Dubai kommt es für Fahnenflüchtige noch dicker. Da stehe ich länger an während mein palästinensischer Freund Ali schon draussen auf der Strasse mit seinem Visa auf mich wartet. Der Schalterbeamte auf dem Schweizer Konsulat ist nämlich Palästinenser. Danke!

Vergessen Sie bitte zudem nicht: das verwerflichste Kostüm auf der Bahnhofstrasse ist zur Zeit ein teurer Nadelstreifanzug mit einer Powerkrawatte an einem 28jährigen Wichser der Ihnen die Wirtschaft erklärt, dreimal so viel wie sein ehrlicher Vater verdient aber in seinem Leben noch nie einen Tag wirklich gearbeitet hat.

Also wenn Sie nächstes mal einen Mann in Begleitung einer Burka sehen, einfach lächeln, rüber gehen und freundlich Ansprechen: "Batman's Freunde sind auch meine Freunde!"

Sollte sich nicht jeder anziehen können wie er will? Wo kämen wir denn da hin....
Guten Tag hubabuba
Klar, gehört der Tschador auch dazu als Verkleidung für Kriminelle. Sie können es ja so wie die Jüdinnen machen und eine Perücke tragen. Die französische Debatte zeigt auf, dass auch in Europa sich Gedanken gemacht werden über andere Religionen.
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