Französische Modebranche: «Charta gegen Magersucht»

publiziert: Mittwoch, 9. Apr 2008 / 18:58 Uhr

Paris - Die französische Modebranche hat sich freiwillig verpflichtet, keine superdürren Models mehr zu engagieren. Vertreter aus Mode, Medien und Werbung sowie dem Gesundheitswesen unterschrieben in Paris eine «Charta gegen Magersucht».

Über «Hungermodels» wird seit längerem diskutiert.
Über «Hungermodels» wird seit längerem diskutiert.
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Die Unterzeichner verpflichten sich damit, keine Bilder mehr zu verbreiten, die den Schlankheitswahn fördern. Eine Arbeitsgruppe unter dem französischen Kinderpsychiater Marcel Rufo und dem Soziologen Jean-Pierre Poulain hatte die Richtlinie der Charta in den vergangenen Wochen erarbeitet.

Über «Hungermodels» wird diskutiert, seit vor eineinhalb Jahren eine 21-jährige Brasilianerin an Magersucht starb; das 1,70 Meter grosse Model wog weniger als vierzig Kilo. Wenige Monate zuvor hatte ein junges Model aus Uruguay einen tödlichen Herzinfarkt erlitten.

Verbote in Spanien

Spanien erliess daraufhin - als bislang einziges europäisches Land - ein Verbot für Models mit einem «Body-Mass-Index» unter 18. Bei einer Grösse von 1,75 Metern entspricht dies ungefähr einem Gewicht von 56 Kilogramm. Models, die weniger wiegen, dürfen bei spanischen Modeschauen seitdem nicht mehr mitlaufen.

(ht/sda)

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