Frau einer Libyen-Geisel ist empört

publiziert: Donnerstag, 10. Sep 2009 / 13:49 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Sep 2009 / 17:29 Uhr

Bern - Die Ehefrau der schweizerisch-tunesischen Geisel in Libyen hat via Medien die Berichterstattung zur Situation ihres Ehemanns in Libyen kritisiert. Sie zeigte sich empört über die Desinformation gewisser Medien.

Entgegen EDA-Angaben sollen sich beide Geiseln in der Botschaft befinden.
Entgegen EDA-Angaben sollen sich beide Geiseln in der Botschaft befinden.
4 Meldungen im Zusammenhang
Insbesondere verwahrte sie sich gegen das Gerücht, ihr Mann habe eine Reise nach Tunesien unternommen. Die zwei Pässe ihres Mannes seien konfisziert worden, sagte sie in einem Interview, das auf der Website der Westschweizer Zeitung «Le Temps» aufgeschaltet war.

Aus ihrer Sicht entspreche die Situation ihres Ehemannes der einer Geisel, sagte sie weiter. Beide Schweizer, die in Libyen seit mehr als einem Jahr festgehalten werden, lebten «unter unglaublichem Druck». Sie seien dem Willen des libyschen Regimes ausgeliefert.

Herzprobleme

Ihr Mann sei zudem in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung, sagte sie weiter. Der 68-Jährige leide an Herzproblemen. Deshalb habe sie eine Rückführung aus humanitären Gründen gefordert.

Seit dem Besuch von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz leben die zwei Schweizer gemäss der Frau in der Schweizer Botschaft. Dort warteten sie, ohne sich bewegen zu können.

Beide Schweizer können sich frei bewegen

Damit korrigierte das Departement von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey eigene Angaben vom Vorabend, wonach nur eine der beiden Personen in der Botschaft untergebracht sei. Beide könnten sich frei in Libyen bewegen, sagte EDA-Sprecher Eric Reumann.

Einer der zwei Geschäftsleute wohne auf eigenen Wunsch nicht permanent in der Botschaft, sondern in einem privaten Domizil rund 200 Kilometer ausserhalb von Tripolis.

Keine Rückkehr erwartet

Zur Reise von Bundespräsident Merz vom 20. August sagte die Frau zudem, sie habe nicht erwartet, dass Merz die beiden Geiseln nach Hause bringen werde. «Es ist klar, dass Libyen das nicht erlaubt».

Vor einer Woche hatte sich bereits die Familie des anderen festgehaltenen Schweizers, eines ABB-Mitarbeiters, an die Öffentlichkeit gewandt. In einer Erklärung bezeichnete die Familie die Schweiz und Libyen als «kompliziert in der Entscheidungsfindung und Kommunikation».

(ht/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Schon lange auf der Liste: Basler Fasnacht.
Schon lange auf der Liste: Basler Fasnacht.
Mitmachen erwünscht  Das Bundesamt für Kultur (BAK) aktualisiert zum zweiten Mal die seit 2012 bestehende «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz». Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, lebendige Traditionen für die Aktualisierung vorzuschlagen. mehr lesen 
Der hypothekarische Referenzzinssatz beträgt 1,25 Prozent und verbleibt damit auf demselben Stand wie der letztmals publizierte Satz. Dieser gilt für die Mietzinsgestaltung in ... mehr lesen
Der Referenzzinssatz liegt seit 3. März 2020 bei 1,25 Prozent.
Mit zunehmendem Bildungsniveau steigt der Anteil der Personen, die an Weiterbildungsaktivitäten teilnehmen.
Weiterbildung in der Schweiz im Jahr 2021  Im Jahr 2021 haben sich 45% der Bevölkerung weitergebildet. Dieser Anteil ist relativ hoch, im Vergleich ... mehr lesen  
Bern - Dichte und leistungsfähige Netze mit adaptiven Mobilfunkantennen für 5G, in Kombination mit einem gezielten Glasfaserausbau, ... mehr lesen  
Jede 5G-Basisstation benötigt einen Glasfaseranschluss.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
Basel 16°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
St. Gallen 14°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
Bern 13°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Luzern 14°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
Genf 14°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Lugano 18°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten