Frauen erobern Chefsessel

publiziert: Montag, 26. Dez 2005 / 11:50 Uhr

Bern - Frauen an die Macht: Verschiedene Schweizer Konzerne haben im 2005 Frauen an die Unternehmensspitze gewählt.

Für Frauen ist der Weg die Karriere-Leiter empor noch immer sehr beschwehrlich.
Für Frauen ist der Weg die Karriere-Leiter empor noch immer sehr beschwehrlich.
Trotzdem bleibt die Zahl der weiblichen Führungskräfte in der Schweiz tief.

Beim krisengeschüttelten Rückversicherer Converium übernimmt die Britin Inga Kristine Beale die Konzernleitung.

Sie löst Anfang 2006 den 64-jährigen Terry Clarke ab, der den Konzern durch eine turbulente Zeit geführt hat.

Die 42-jährige Beale ist derzeit Chefin der GE Frankona Rückversicherung in München.

ABB mit Frau an der Spitze

Der Technologiekonzern ABB erhält mit Jasmin Staiblin eine Frau als Länderchefin für ABB Schweiz. Die 35-jährige Deutsche löst auf Anfang März 2006 Hanspeter Fässler ab, der neuer Leiter der Region Südeuropa und Länderchef von Italien wird.

Staiblin ist derzeit Mitglied des Managements der globalen ABB-Division Energietechnik.

Bei der Schweizer Vertretung des US-Pharmariesen Pfizer nahm die 45-jährige Französin Catherine Buisson das Zepter in die Hand. Sie ist seit März Präsidentin und CEO von Pfizer in der Schweiz.

Langer Weg zur Gleichstellung

Auch wenn diese Nominationen das Gegenteil vermuten lassen bleibt die Zahl der Frauen auf Chefsesseln in der Schweiz klein.

Der Weg zur Gleichstellung sei noch lang, heisst es dazu im Bundesamt für Gleichstellung.

Lediglich drei Prozent der an der Schweizer Börse kotierten Unternehmen werden von Frauen geführt. Die Quote bei den Verwaltungsrätinnen liegt bei 8 Prozent, wie eine Studie der Anlagestiftung Ethos ergab.

(rr/sda)

 
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