Freiburger Pensionskassen-Debakel

publiziert: Freitag, 10. Feb 2006 / 20:00 Uhr

Freiburg - Der ehemalige Freiburger Stadtammann Dominique de Buman hat sich vehement gegen Kritik im Zusammenhang mit dem Debakel der städtischen Pensionskasse gewehrt.

Dominique de Buman: langjähriger Stadtammann und heutiger Nationalrat und Vizepräsident der CVP Schweiz.
Dominique de Buman: langjähriger Stadtammann und heutiger Nationalrat und Vizepräsident der CVP Schweiz.
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De Buman präsidierte die Kasse von 1991 bis 2004. Der Bericht sei gespickt mit Fehlern und Unwahrheiten. Ausserdem habe er dazu nicht Stellung nehmen können, kritisierte de Buman vor der Presse.

Er verlangt nun eine «politische Feststellung», dass der Bericht «falsch ist» und für nichtig erklärt wird. Dazu will sich der ehemalige Stadtammann gegebenenfalls an den Oberamtmann oder den Staatsrat wenden.

Möglicherweise müsse der Kampf auf dem Rechtsweg weitergeführt werden, erklärte de Bumans Anwalt. Der ehemalige Stadtammann rechnet damit, dass er seine Ausführungen dem Stadtparlament zukommen lassen kann.

Statuten nicht berücksichtigt

Ein von der Finanzkommission des Freiburger Stadtparlaments am Mittwoch vorgestellter Bericht kam zum Schluss, dass die Statuten der Kasse bezüglich Deckungsgrad nicht respektiert worden waren. Die Exekutivmitglieder im Verwaltungsrat hätten nur die bestehenden Renten berücksichtigt und damit ein falsches Bild vermittelt, kritisierte Kommissionspräsident Claude Joye.

Man müsste von Leuten, die über zehn Jahre dem Leitungsgremium einer solchen Institution angehört hätten, erwarten können, dass sie über das nötige Fachwissen verfügten, sagte Joye mit Blick auf den langjährigen Stadtammann und heutigen Nationalrat und Vizepräsident der CVP Schweiz. Strafrechtliche Verfehlungen oder Mängel in der Geschäftsführung ortete der Bericht aber nicht.

Deckungsgrad der Kasse nur noch 62,3 Prozent

«Zwischen den Zeilen sage die Kommission, dass die Kassenleitung eine laxe Haltung an den Tag gelegt habe und dadurch die Versicherten 30 Millionen Franken verloren hätten», sagte de Bumans Anwalt vor der Presse. Laut de Buman habe man weder eine laxe Haltung an den Tag gelegt, noch habe die Leitung eine Flucht nach vorne gewagt.

Der Deckungsgrad der Kasse betrug Ende 2003 noch 62,3 statt 100 Prozent. Die Situation wurde erst Anfang 2006 mit einer Einlage von 30 Mio. Franken korrigiert.

(smw/sda)

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