Freie Strasse: Massive Sachbeschädigungen
publiziert: Samstag, 22. Mai 2010 / 13:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 22. Mai 2010 / 16:15 Uhr

Basel-Stadt - Am gestrigen Freitagabend haben Exponenten eines Fackelzuges nahezu bei sämtlichen Verkaufsgeschäften an der Freien Strasse die Schaufensterscheiben eingeschlagen.

Auch etwa zehn Fahrzeuge wurden beschädigt.
Auch etwa zehn Fahrzeuge wurden beschädigt.
Wie die Polizei Basel mitteilt, meldeten Passanten etwa um 22:30 Uhr, dass eine Horde Vermummte in der Freien Strasse massive Sachbeschädigungen verüben würde.

Gleichzeitig wurde bei einer Bijouterie an der Streitgasse der Einbruchalarm ausgelöst, worauf mehrere Polizeieinsatzkräfte an der betreffenden Örtlichkeit eintrafen.

Fackelzug mit Begleitfahrzeug

Aufgrund der bis jetzt vorliegenden Erkenntnisse muss kurz zuvor ein Fackelzug mit mehreren Teilnehmenden und einem Begleitfahrzeug im Bereich Steinenvorstadt/Barfüsserplatz stattgefunden haben. Dieser Zug soll sich dann durch die Streitgasse bis zur Freien Strasse bewegt haben, als sich plötzlich Exponenten des Fackelzuges vermummten und durch die Freie Strasse bis zur Rüdengasse rannten.

Auf der Wegstrecke zwischen Streit- und Rüdengasse schlugen diese Vermummten bei nahezu sämtlichen etwa 25 bis 30 Verkaufsgeschäften die Schaufensterscheiben und teilweise die Vitrinenverglasungen ein.

Zusätzlich wurden etwa 10 Fahrzeuge, welche in der Freien Strasse parkiert waren, beschädigt, wobei vorwiegend die Scheiben eingeschlagen wurden. Zudem wurden etliche Gebäude mit Parolen versprayt. Nach kürzester Zeit war der Spuk vorbei, wobei sich die Täter bei der Verzweigung Freie Strasse/Rüdengasse trennten und in verschiedene Richtungen flüchteten.

Symbole gegen Kapitalismus

Ein Motiv sei nicht auszumachen, sagte Markus Melzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gegenüber der SDA. Die Vandalen hätten Losungen und Symbole gegen den Kapitalismus an Gebäude gesprayt. Die Schadensumme war noch nicht bekannt. Zunächst müssten sämtliche Verantwortlichen der Geschäfte kontaktiert werden, sagte Melzl.

Bei der Kreuzung der Freien Strasse mit der Rüdengasse trennte sich der Vandalen-Trupp. Die unbekannten Täter liefen in unterschiedliche Richtungen davon. Ihre Tatwerkzeuge - meist Bauhämmer - liessen sie ebenso zurück wie Kleidungsstücke, mit denen sie ihre Gesichter bedeckt hatten.

Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass am Abend zunächst ein unbewilligter Fackelzug mit rund 100 Personen im Raum Steinenvorstadt und Barfüsserplatz stattgefunden hatte. Laut Staatsanwaltschaft vermummten sich einige Teilnehmer unversehens, rannten durch die Freie Strasse und richteten dabei die Schäden an.

Strafe gegen FCB-Spieler

Der Fackelzug hatte laut Melzl möglicherweise einen Zusammenhang mit der Polemik um eine Anzeige gegen einen FCB-Spieler wegen unerlaubten Abbrennens einer Fackel an der Cup-Feier. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Laut Melzl wurde keiner der Täter angehalten. Tatwerkzeuge (überwiegend Bauhämmer) und Kleidungsstücke zur Vermummung wurden teilweise auf der Strasse liegend zurückgelassen.

Die Kantonspolizei zog augenblicklich ein grösseres Mannschaftsaufgebot zusammen, wobei dieses durch ein Kontingent der Polizei Basellandschaft und durch die Grenzwache unterstützt wurde. Die zerbrochenen Scheiben mussten aus Sicherheitsgründen durch die Feuerwehr und durch private Glasereiunternehmen gesichert und die Scherben durch die Stadtreinigung entfernt werden.

(ht/sda/pd)

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