Früherer Enron-Finanzchef akzeptiert zehnjährige Haftstrafe

publiziert: Mittwoch, 14. Jan 2004 / 22:59 Uhr

Houston - Der frühere Enron-Finanzdirektor Andrew Fastow soll zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt werden. In einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft bekannte er sich den Anklagepunkten des Wertpapierbetrugs und der Verschwörung für schuldig.

Enron hat für Schlagzeilen gesorgt, mit Andrew Faston steht einer der Verantwortlichen zu seiner Schuld.
Enron hat für Schlagzeilen gesorgt, mit Andrew Faston steht einer der Verantwortlichen zu seiner Schuld.
Ausserdem sagte der 42-Jährige in Houston (Texas) seine Kooperation in den Ermittlungen gegen andere frühere Enron-Manager zu. Im Gegenzug verpflichtete sich die Anklage, die angestrebte Haftstrafe auf zehn Jahre zu beschränken. Fastow hatten ursprünglich bis zu 20 Jahre Haft gedroht.

Die Absprache wurde bereits vom zuständigen Bezirksrichter gebilligt. Offiziell soll das Strafmassurteil aber erst am 19. April verkündet werden.

Der frühere Finanzdirektor ist der bisher ranghöchste Enron-Manager, gegen den Anklage erhoben wurde. Er soll die komplizierten finanziellen Transaktionen eingefädelt haben, mit denen der desaströse Zustand des Energiekonzerns über lange Zeit verschleiert werden konnte.

Enron ging Ende 2001 in Konkurs - nach dem Telefonkonzern WorldCom handelt es sich um die zweitgrösste Firmenpleite der US-Geschichte.

(tr/sda)

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